Darts World Matchplay Wetten: Format und Strategien

Darts - World - Matchplay - Wetten

Darts World Matchplay Wetten gelten einem Turnier mit 32 Spielern, in dem jede Runde über eine längere Distanz geht als die Runde davor. Zwei getrennte Ranglisten füllen das Feld, die Siegerliste reicht bis 1994 zurück, und im Finale geht es um die Phil Taylor Trophy. Welche Zahl vor einer Wette zählt, hängt davon ab, ob deine Auswahl dem Turniersieger, einer einzelnen Partie oder den Legs gilt.

Was macht Darts World Matchplay Wetten besonders?

Das World Matchplay 2026 beginnt am 18. Juli und wird am 26. Juli entschieden. 32 Spieler starten in einem einzigen K.-o.-Baum, eine Gruppenphase gibt es nicht, und wer seine erste Partie verliert, hat das Turnier hinter sich. Gespielt wird im Empress Ballroom der Winter Gardens in Blackpool, der Sieger erhält die Phil Taylor Trophy, und um das Preisgeld von insgesamt einer Million Pfund spielten alle 32 Teilnehmer.

Die zweite Eigenheit steckt in der Länge der Partien. Runde eins geht über Best of 19 Legs, das Finale über Best of 35 Legs, und dazwischen wächst die Distanz mit jeder Runde. Über 19 Legs wiegt eine schwache Phase schwerer als über 35, weil weniger Legs übrig bleiben, um sie auszugleichen. Für Darts World Matchplay Wetten heißt das, dass dieselbe Paarung in Runde eins und im Halbfinale zwei verschiedene Aufgaben stellt.

Eine Favoritenliste hilft deshalb nur begrenzt weiter. Aus ihr liest du ab, welcher Spieler die stärkeren Werte mitbringt, nicht aber, über wie viele Legs er sie am jeweiligen Abend halten muss. Diese Angabe steht im Turnierbaum, und sie ist in jeder der fünf Runden eine andere. Dazu kommt die Titelvergabe an einem einzigen Ort in einer einzigen Woche, wodurch jede Runde unmittelbar auf die nächste folgt.

Wie funktionieren Format, Verlängerung und Preisgeld?

Eine Partie ist beim World Matchplay erst mit zwei Legs Vorsprung gewonnen. Erreicht ein Spieler die für seine Runde nötige Zahl an Gewinnlegs, während der Gegner nur ein Leg zurückliegt, wird weitergespielt. Bleibt der Abstand bis zum festgelegten Höchststand der Runde bei höchstens einem Leg, fällt die Entscheidung anschließend in einem einzigen Leg.

Runde

nötige Gewinnlegs

mögliches Entscheidungsleg

Runde eins

10

bei 12:12

Runde zwei

11

bei 13:13

Viertelfinale

16

bei 18:18

Halbfinale

17

bei 19:19

Finale

18

bei 20:20

Aus dieser Regel folgt eine Grenze, die für jede Wette auf Legzahlen zählt: Die reguläre Distanz einer Runde ist keine Obergrenze für die Zahl der gespielten Legs. Zwischen dem regulären Ende und dem Entscheidungsleg liegen weitere Legs, und die werden alle mitgezählt. Wer die Verlängerung übersieht, rechnet eine Partie zu knapp und schneidet sich damit ausgerechnet die engen Spiele weg, in denen die Regel überhaupt greift.

Das Preisgeld folgt demselben Baum. Jede überstandene Runde hebt die Summe, und zwischen dem frühen Aus und dem Titel liegt ein Vielfaches.

erreichte Runde

Preisgeld 2026

Niederlage in Runde eins

12.500 Pfund

Turniersieg

225.000 Pfund

Jede Runde dazwischen hat ihren eigenen Betrag. Für Darts World Matchplay Wetten ist daran vor allem die Zahl der Stufen interessant, denn wer den Turniersieger tippt, braucht genau die fünf Stufen bis zum Titel. Eine Einschätzung zu einer einzelnen Partie hängt dagegen nur an einer dieser Stufen.

Wie qualifizieren sich die 32 Spieler für das Teilnehmerfeld?

Du tippst beim World Matchplay auf Spieler, die über zwei getrennte Ranglisten ins Feld gekommen sind, und diese beiden Wertungen entscheiden über jeden einzelnen Startplatz. Die eine Hälfte der Plätze ist gesetzt, die andere nicht, und jede Hälfte hat ihre eigene Wertung.

Zugangsweg

Plätze

Setzstatus

Folge für Runde eins

PDC Order of Merit

16

gesetzt

trifft auf einen ungesetzten Spieler

PDC Pro Tour Order of Merit, Wertung über ein Jahr

16

ungesetzt

trifft auf einen gesetzten Spieler

Ein Duell zweier gesetzter Spieler ist in Runde eins damit ausgeschlossen, und die erste Begegnung zweier Favoriten kommt erst danach. Für Darts World Matchplay Wetten auf eine Erstrundenpartie zeigt der Setzstatus deshalb, welche der beiden Wertungen einen Spieler ins Feld gebracht hat.

Dieser Unterschied hat einen praktischen Kern. Wer über die einjährige Wertung der Pro Tour hereinkommt, hat sich über ein kürzeres Zeitfenster empfohlen als ein Spieler, der in der PDC Order of Merit weit vorne steht. Beide Wege führen zum gleichen Platz im Turnierbaum, sie beschreiben aber unterschiedlich lange Zeiträume, und genau dieser Zeitraum ist es, den du bei einer Einschätzung vor Augen hast.

Die Geschichte des PDC World Matchplay

Die erste Ausgabe stieg 1994 in den Winter Gardens von Blackpool, und Larry Butler gewann sie mit 16:12 gegen den damaligen Weltmeister. Butler ist bis heute der einzige Amerikaner mit einem Titel der PDC. Der Austragungsort hat sich seither genau einmal geändert: 2020 wurde ohne Publikum in der Marshall Arena in Milton Keynes gespielt, weil während der Pandemie keine Zuschauer in die Halle durften. In jedem anderen Jahr fiel die Entscheidung in Blackpool.

Prägend ist vor allem eine Serie. Phil Taylor gewann das Turnier zwischen 1995 und 2017 sechzehnmal und damit mehr als die Hälfte aller bis dahin ausgespielten Ausgaben. Nach seinem Rücktritt gab die PDC dem Siegerpokal 2018 seinen Namen, seither heißt er Phil Taylor Trophy. Der erfolgreichste Spieler danach ist Michael van Gerwen mit drei Titeln in den Jahren 2015, 2016 und 2022. Der Abstand zwischen diesen beiden Bilanzen erklärt, warum eine Siegerliste beim World Matchplay wenig über das nächste Feld hergibt: Ein einzelner Spieler hat die Statistik über zwei Jahrzehnte geprägt.

An derselben Ära hängen die Bestmarken. Elf Neun-Darter sind seit 1994 in Blackpool gefallen; den ersten warf Phil Taylor 2002, und es war der erste Neun-Darter, den das britische Fernsehen live übertrug. Das höchste Average einer Partie steht mit 114,99 ebenfalls bei Taylor, erzielt 2010 in der ersten Runde. Den höchsten Wert in einem Finale hält Luke Littler mit 111,53 aus dem Endspiel 2026.

Gewachsen ist das Turnier in zwei Größen. 1994 wurden insgesamt 42.400 Pfund ausgeschüttet, 10.000 Pfund davon an den Sieger; bis 2026 ist der Topf auf ein Vielfaches davon gestiegen. Und die Partien wurden länger: In der ersten Ausgabe genügten in Runde eins acht Gewinnlegs, ab 1998 waren es zehn, und der Vorsprung von zwei Legs kam als Bedingung hinzu. 2013 ergänzte die PDC das Entscheidungsleg, damit eine enge Partie nicht unbegrenzt weiterläuft.

Jahr

Sieger

Finalgegner

Ergebnis

2022

Michael van Gerwen

Gerwyn Price

18:14

2023

Nathan Aspinall

Jonny Clayton

18:6

2024

Luke Humphries

Michael van Gerwen

18:15

2025

Luke Littler

James Wade

18:13

2026

Luke Littler

Gerwyn Price

18:9

2018 ist auch für das deutschsprachige Publikum ein besonderes Jahr gewesen. Mit Max Hopp stand erstmals ein deutscher Spieler im Teilnehmerfeld, und Mensur Suljović verlor das Finale mit 19:21 gegen Gary Anderson. Diese Finalniederlage des Österreichers ist bis heute das beste Ergebnis eines deutschsprachigen Spielers bei diesem Turnier, denn ein deutscher Spieler hat das Finale bislang nicht erreicht.

Darts World Matchplay Wetten nach Distanz und Auswahl prüfen

Angenommen, ein Spieler wie Luke Littler steht im Viertelfinale: Ein Tipp auf ihn als Turniersieger und ein Tipp auf ihn in genau dieser Partie brauchen dann verschiedene Daten. Der eine wird über den gesamten K.-o.-Baum abgerechnet, der andere über ein Spiel und die Gewinnlegs seiner Runde. Dieselbe Trennung gilt für alle weiteren Auswahlen.

Auswahl

benötigte Daten

Sieger des Turniers

vollständiger Turnierbaum, Setzstatus, Distanz aller fünf Runden

Sieger einer Partie

Runde der Partie, nötige Gewinnlegs, Regel zum Vorsprung von zwei Legs

Leg-Handicap

Handicap-Vorgabe, Gewinnlegs der Runde

Gesamtzahl der Legs

reguläre Distanz der Runde, mögliches Entscheidungsleg

180er und höchstes Checkout

der bezeichnete Bezugszeitraum, also Partie oder Turnier

Die Prüfreihenfolge ist in allen fünf Fällen dieselbe. Zuerst steht fest, worauf sich die Auswahl bezieht, auf das Turnier, auf eine Partie oder auf eine Zahl innerhalb der Partie. Danach kommt die Runde, weil sie die nötigen Gewinnlegs und den Stand für ein mögliches Entscheidungsleg festlegt. Erst dann lohnt der Turnierbaum, in dem Setzstatus und Zugangsweg zeigen, wer in den nächsten Runden wartet. Zum Schluss wird der Bezugszeitraum einer Spielerstatistik geprüft, damit ein Turnierwert nicht als Partiewert gezählt wird.

Am deutlichsten wird der Unterschied bei den Legzahlen. Bei der Gesamtzahl der Legs werden die tatsächlich gespielten Legs addiert, also auch jene, die erst in der Verlängerung dazukommen. Ein Leg-Handicap verschiebt dagegen das Legergebnis um die vorgegebene Zahl und wird anschließend mit dem angepassten Ergebnis abgerechnet. Beide brauchen die Rundendistanz, sie ziehen aber verschiedene Schlüsse daraus.

Für 180er und das höchste Checkout kommt es auf den bezeichneten Bezugszeitraum an. Steht die Partie als Bezug, zählt nur diese Partie; ist das Turnier bezeichnet, addieren sich die Werte über alle bisherigen Runden eines Spielers. Weil die Rundendistanz im Turnierverlauf wächst, kommen in späteren Runden mehr Legs zusammen als in Runde eins, und damit auch mehr Gelegenheiten für hohe Aufnahmen. Fehlt eine der vier Angaben aus dieser Reihenfolge, steht deine Auswahl auf einer Einschätzung, die das Turnier so nicht abrechnet.

Geschrieben von

Mark Jennes

Redaktion

Alle Beiträge