UK Open Wetten: Format, Preisgeld und Teilnehmer

Die UK Open werden ohne Setzliste ausgespielt: Über jede Paarung entscheidet das Los, und ein Tour-Card-Inhaber kann schon in seiner ersten Partie auf einen Amateurqualifikanten treffen. UK Open Wetten hängen deshalb an Turnierfakten, die sich von Runde zu Runde ändern, und nicht an einer Einschätzung, die einmal vor dem Turnierstart getroffen wird. 2026 spielten in Minehead 157 Starter um ein Preisgeld von 750.000 Pfund.
Was die UK Open von anderen Darts-Turnieren unterscheidet
Auf acht Bühnen liefen die ersten vier Runden der Ausgabe 2026 gleichzeitig, und an diesen Bühnen standen Tour-Card-Spieler und Qualifikanten im selben Feld nebeneinander. Eine Setzliste, die die stärksten Spieler in den Anfangsrunden voneinander fernhält, kennen die UK Open nicht. Das Los kann einen Tour-Card-Inhaber und einen Amateurqualifikanten in derselben Partie zusammenbringen, und es kann zwei Spieler aus der Spitze der PDC-Weltrangliste aufeinandertreffen lassen, sobald beide im Turnier sind.
Die Ranglistengruppen steigen außerdem nacheinander über die ersten vier Runden verteilt ein, und die Paarungen der späteren Runden entstehen erst, während das Turnier schon läuft. Ein großes Feld auf acht Bühnen, ein gestaffelter Einstieg und Gegner, die sich erst im Verlauf ergeben: Diese drei Eigenschaften zusammen machen die UK Open zu einem offenen K.-o.-Turnier, dessen Spielplan eben nicht von Runde eins bis zum Finale feststeht.
Wie ist der Modus der UK Open?
Sechs gewonnene Legs reichen in den Runden eins bis drei zum Weiterkommen, ab Runde vier sind es zehn, und genau in dieser vierten Runde greifen die bestplatzierten Spieler erstmals ein. Nach dem Viertelfinale wird die Distanz noch einmal länger.
Runde | Distanz |
|---|---|
Runde eins bis drei | Best of 11 Legs |
Runde vier bis Viertelfinale | Best of 19 Legs |
Halbfinale und Finale | Best of 21 |
Die ersten drei Runden wurden vor dem Turnier in einem Zug zufällig gezogen, sodass ein Spieler seinen ersten und, bei entsprechendem Weiterkommen, auch seinen zweiten und dritten Gegner schon vor der Anreise kannte. Am Ende der dritten Runde ist dieser Vorlauf aufgebraucht. Von da an folgt nach jeder Runde eine neue offene Auslosung aus allen Spielern, die noch im Turnier stehen. Wer seine Partie gewinnt, wartet also erst diese Auslosung ab, bevor der nächste Gegner überhaupt einen Namen hat.
Die Tour-Card-Inhaber beginnen zudem in vier Stufen, die nach der PDC-Weltrangliste gebildet sind und sich auf die Runden eins bis vier verteilen. Je weiter oben ein Spieler in der Rangliste steht, desto später greift er ein, und desto weniger Partien hat er bis zum Viertelfinale vor sich.
Wer bei den UK Open startet und wie man sich qualifiziert
Für 2026 war ein Feld von 160 Spielern geplant, davon 128 Tour-Card-Inhaber und 32 Qualifikanten. Angetreten sind am Ende 157 Spieler, weil sich drei vor dem Turnier zurückzogen. Gesetzte Spieler gibt es in diesem Feld nicht. Die Platzierung in der PDC-Weltrangliste entscheidet allein darüber, wann ein Tour-Card-Inhaber einsteigt, und nicht darüber, gegen wen er dann spielt.
Die 128 Tour-Card-Inhaber
Den größten Block stellen die Inhaber einer Tour Card der Professional Darts Corporation. Mit 128 Plätzen machen sie vier Fünftel des geplanten Feldes aus, und sie brauchen dafür kein Qualifikationsturnier. Wer eine Tour Card besitzt, hat sein Startrecht bereits über die Tour und muss es für die UK Open nicht noch einmal einzeln erspielen.
Die 32 Plätze für Qualifikanten
Alle übrigen Startplätze werden über vier getrennte Wege vergeben. Acht Plätze gingen an Qualifikanten aus PDC in the Community, acht weitere an die Sieger der Rileys Amateur Qualifiers. Die restlichen 16 Plätze teilten sich Spieler aus der Challenge Tour und der Development Tour. Für einen Spieler ohne Tour Card führt kein anderer Weg in das Feld.
Welche Ranglistenplätze wann einsteigen
Die Ranglistenplätze 97 bis 128 begannen 2026 in Runde eins, die Plätze 65 bis 96 in Runde zwei, die Plätze 33 bis 64 in Runde drei und die Top 32 erst in Runde vier. Ein Tour-Card-Inhaber auf Platz 100 muss also drei Partien gewinnen, bevor er überhaupt auf einen Spieler aus den Top 32 treffen kann.
Preisgeld und Finale der UK Open 2026
Die Preisgeldstaffel der UK Open beginnt schon in Runde zwei und reicht von dort bis zum Sieger. Wer in Runde eins ausscheidet, geht dagegen ohne Prämie nach Hause.
Platzierung 2026 | Preisgeld |
|---|---|
Sieger | 120.000 Pfund |
Finalist | 60.000 Pfund |
Halbfinalisten (je) | 35.000 Pfund |
Viertelfinalisten (je) | 20.000 Pfund |
Gesamtpreisgeld | 750.000 Pfund |
Der größte Einzelsprung liegt ganz am Schluss, denn vom Finalisten zum Sieger verdoppelt sich die Prämie. Ins Endspiel kam dabei nur, wer sein Halbfinale gewann. Zwischen einer Halbfinalniederlage und dem Titel liegen damit 85.000 Pfund, also mehr als das Doppelte dessen, was ein Halbfinalist mitnimmt.
Das Endspiel lief 2026 über Best of 21 Legs, elf gewonnene Legs entschieden die Partie. Luke Littler kam als Erster auf elf und gewann mit 11:7 gegen James Wade.
Wie sich die UK Open seit 2003 entwickelt haben
Die erste Ausgabe der UK Open wurde 2003 in Bolton gespielt, und seither ist in jedem Jahr eine weitere gefolgt. Elf Ausgaben lang blieb der Austragungsort derselbe, bis das Turnier 2014 ins Butlin's Minehead Resort umzog. Minehead ist inzwischen länger Austragungsort, als Bolton es war.
Die Sieger der UK Open und die besten deutschen Ergebnisse
Luke Littler hat die beiden jüngsten Ausgaben gewonnen, 2025 und 2026 hintereinander. In den drei Ausgaben davor setzte sich jedes Mal ein anderer Spieler durch.
Jahr | Sieger |
|---|---|
2026 | Luke Littler |
2025 | Luke Littler |
2024 | Dimitri Van den Bergh |
2023 | Andrew Gilding |
2022 | Danny Noppert |
Den Titelrekord hält Phil Taylor mit fünf Siegen. Fünf Titel bei einem Turnier ohne Setzliste bedeuten fünfmal den Weg durch ein Feld, in dem sich der nächste Gegner erst während des Turniers ergibt.
In den 24 Endspielen von 2003 bis 2026 stand kein deutscher Spieler, weder als Sieger noch als Finalist. Die beste deutsche Leistung gelang Martin Schindler, der 2023 als erster Deutscher das Viertelfinale erreichte und dort 4:10 gegen Andrew Gilding verlor. Gilding gewann anschließend das ganze Turnier.