Grand Slam of Darts Wetten: Format, Teilnehmerfeld & Tipps

Grand Slam of Darts - Wetten

Das Teilnehmerfeld des Grand Slam of Darts wurde 2026 von 32 auf 48 Spieler aufgestockt, die die Gruppenphase in 16 Dreiergruppen bestreiten. Grand Slam of Darts Wetten beginnen deshalb bei 48 Gruppenpartien, die schon vor dem ersten Wurf im Spielplan stehen, und erst danach folgt eine K.o.-Phase. Das Feld füllt sich zudem über Titel und eigene Qualifikationswege, sodass Weltspitze und Aufsteiger in derselben Dreiergruppe antreten.

Was macht Wetten auf den Grand Slam of Darts so besonders?

Vor dem K.o. steht bei diesem Turnier eine Gruppenphase, und erst aus ihr qualifizieren sich die Spieler für die anschließende Endrunde. Bis zur Ausgabe 2025 umfasste das Feld 32 Spieler, ab der Ausgabe 2026 treten 48 an, verteilt auf 16 Dreiergruppen. In einer Dreiergruppe trifft jeder Spieler auf die beiden anderen und bestreitet damit zwei Gruppenpartien, und beide Gegner stehen fest, bevor der erste Dart fliegt. Das ist ähnlich wie beim World Cup of Darts, nur dass hier jeder Spieler einzeln antritt und nicht als Duo.

Genau daran hängt der Unterschied zu einem Turnier, das sofort im K.o. beginnt. In der ersten Turnierhälfte hat jeder Spieler mehr als einen Ansatzpunkt, und du weißt schon vor dem Start der Turnierwoche, wer wann gegen wen antritt. In der zweiten Hälfte entscheidet je Runde eine einzige Partie über das Weiterkommen, und wer sie verliert, ist aus dem Turnier.

Dieselbe Wettart bekommt dadurch in beiden Hälften eine andere Aufgabe. Eine Siegwette auf eine Gruppenpartie ist ein Baustein in einer Tabelle, die erst fertig ist, wenn beide Partien eines Spielers gelaufen sind; dieselbe Siegwette im Achtelfinale beantwortet sofort die ganze Frage. Zwischen den Turnierhälften geht außerdem die Distanz deutlich auseinander. Die Gruppenpartien laufen über Best of 9 Legs, das Achtelfinale über Best of 19 Legs, Viertelfinale, Halbfinale und Finale über Best of 31 Legs. Grand Slam of Darts Wetten verlangen deshalb zweimal eine Entscheidung, und zwar unter Bedingungen, die kaum etwas gemeinsam haben. Ein Ansatz, der in der Gruppenphase funktioniert, lässt sich nicht ungeprüft in die Endrunde mitnehmen.

Wo und wann der Grand Slam of Darts gespielt wird

Gespielt wird seit der ersten Ausgabe durchgehend in Wolverhampton, und der Termin liegt im November, also in der Endphase der Darts-Saison.

Austragungsort und Spielstätte

Die Professional Darts Corporation rief das Turnier 2007 ins Leben, und seither wird es durchgehend in Wolverhampton ausgetragen. Innerhalb der Stadt wechselte die Spielstätte allerdings von der Civic Hall zum WV Active Aldersley, das auch als Aldersley Leisure Village geführt wird. Die Ausgabe 2026 ist erneut dort angesetzt.

Für die Auswahl zählt daran vor allem eines. Weil Stadt und Halle über Jahre gleich bleiben, tritt ein großer Teil des Feldes an einem Ort an, den er aus früheren Ausgaben kennt, während ein Aufsteiger aus den Qualifikationswegen dort oft zum ersten Mal spielt. Das ist ein Kriterium neben Form und Setzung, mehr nicht.

Die Lage im Darts-Jahr

Der Novembertermin liegt zwischen zwei dicht besetzten Blöcken des Kalenders. Im Vorfeld stehen unter anderem die European Championship in Dortmund und Events der Players Championship, danach folgen die Players Championship Finals in Minehead und ab Mitte Dezember die PDC-Weltmeisterschaft. Der Grand Slam of Darts liegt damit kurz vor den letzten großen Terminen des Jahres, und die Spieler kommen mit einem vollen Wettkampfjahr im Rücken an.

Für die Vorbereitung gibt es einen klaren Startpunkt. Zuerst stehen die Zugangswege einer Ausgabe fest, danach folgt die Auslosung, erst dann beginnt die Turnierwoche. Sinnvoll wird die Arbeit an Grand Slam of Darts Wetten ab dem Zeitpunkt, an dem Qualifikationsstand und Auslosung vorliegen, denn vorher fehlt die Gruppe, mit der du einen Spieler überhaupt abgleichen könntest.

Wie das Turnier aufgebaut ist: von der Gruppenphase bis zum Finale

Aus 16 Gruppen wird eine Runde der letzten 16, danach läuft das Turnier über Viertelfinale, Halbfinale und Finale aus. Zwischen diesen beiden Blöcken liegt der Punkt, ab dem eine Niederlage sofort das Turnierende bedeutet. Die Spieldistanz steigt dabei in zwei Schritten, und genau daran hängt, welche Wettart in welcher Runde trägt.

Die Gruppenphase und der Weg in die Endrunde

Die Erweiterung auf 48 Spieler fiel auf die 20. Austragung des Turniers. Wie viele Partien die erste Turnierhälfte damit hergibt, folgt allein aus der Gruppengröße.

  • In jeder Gruppe spielt jeder gegen jeden, das sind drei Partien je Gruppe.
  • Jeder Spieler bestreitet davon zwei.
  • Über 16 Gruppen sind das 48 Gruppenpartien.

Die Gruppenpartien laufen über Best of 9 Legs. Aus jeder Gruppe zieht immer nur einer in das Achtelfinale ein, weshalb ein Ausrutscher in der ersten Partie schon das Aus bedeuten kann. Die Struktur weist je 20.000 Pfund für die Verlierer des Achtelfinales aus, je 12.500 Pfund für die Gruppenzweiten und je 5.000 Pfund für die Gruppendritten. Die K.o.-Phase beginnt mit einer Runde der letzten 16, und es gibt 16 Gruppen. Für Gruppenzweite und Gruppendritte ist jeweils eine eigene, niedrigere Prämie vorgesehen, ihr Turnier endet also in der Gruppe.

Für die Auswahl ist außerdem die schiere Zahl der Partien wichtig, die zur Verfügung stehen. Die erste Turnierhälfte bietet mit 48 Gruppenpartien deutlich mehr planbare Ansatzpunkte als die gesamte K.o.-Phase, und jede dieser Partien steht schon vor dem ersten Wurf im Spielplan. Wer Grand Slam of Darts Wetten vorbereitet, arbeitet in dieser Woche also vor allem an den ersten Turniertagen.

Die K.o.-Runden und ihre Spieldistanzen

Der Übergang aus der Gruppenphase führt in eine Runde der letzten 16, und ab dort ist jede Partie ein Endspiel. Wie lang diese Endspiele ausfallen, ändert sich von Runde zu Runde seltener, als der Turnierbaum vermuten lässt.

Runde

Spieldistanz

Nötige Leggewinne

Gruppenphase

Best of 9 Legs

5

Achtelfinale

Best of 19 Legs

10

Viertelfinale

Best of 31 Legs

16

Halbfinale

Best of 31 Legs

16

Finale

Best of 31 Legs

16

Die Distanz springt zweimal: von Best of 9 in der Gruppenphase auf Best of 19 im Achtelfinale und von dort auf Best of 31 ab dem Viertelfinale, wo sie bis zum Finale unverändert bleibt. Wer die Distanz als Argument benutzt, unterscheidet deshalb nur drei Stufen und nicht jede Runde einzeln, und zwischen Viertelfinale und Finale trägt dieses Argument gar nichts mehr.

Praktisch wirkt sich ein einzelner starker Abschnitt über eine längere Distanz weniger stark auf das Ergebnis aus als über eine kurze, weil er im Gesamtbild weniger Gewicht hat. Eine Favoritenwette hat ab dem Viertelfinale also mehr Raum, eine Wette auf den Außenseiter weniger. Dieselbe Einschätzung zweier Spieler führt damit in der Gruppenphase und im Halbfinale zu verschiedenen Entscheidungen, ohne dass sich an den Spielern irgendetwas geändert hätte.

Die Preisgelder beim Grand Slam of Darts

Das Turnier ist mit einem Gesamtpreisgeld von beachtlichen 1.000.000 Pfund dotiert. Für das World Matchplay ist ein Topf derselben Größenordnung ausgelobt, was den Grand Slam of Darts in die Spitzengruppe des Kalenders einordnet und erklärt, warum hier auch Spieler antreten, die sich ihre Termine aussuchen können.

Station

Prämie

Sieger

200.000 Pfund

Zweitplatzierter

100.000 Pfund

Halbfinalisten

je 60.000 Pfund

Viertelfinalisten

je 35.000 Pfund

Verlierer des Achtelfinales

je 20.000 Pfund

Gruppenzweite

je 12.500 Pfund

Gruppendritte

je 5.000 Pfund

Der Abstand zwischen diesen Stationen ist größer, als die Reihe auf den ersten Blick wirkt. Die 200.000 Pfund für den Titel sind das Vierzigfache der 5.000 Pfund eines Gruppendritten und immer noch das Zehnfache der 20.000 Pfund eines Achtelfinalverlierers. Zwischen dem Ausscheiden in der Gruppe und dem Einzug in die letzten 16 liegt damit ein Sprung, der für manche Teilnehmer größer ist als alles, was sie sonst in einer Turnierwoche verdienen.

Wen dieser Sprung trifft, hängt davon ab, aus welcher Ecke des Feldes ein Spieler kommt. Für einen Spieler aus den Qualifikationswegen ist schon der Weg von der Gruppenphase in die Runde der letzten 16 ein erheblicher Unterschied, während für einen Topspieler erst die späten Runden den Ausschlag geben.

Wie entsteht das Teilnehmerfeld beim Grand Slam of Darts?

Wer in dieses Feld will, muss nicht zwingend weit oben in der Rangliste stehen. Der Zugang läuft vor allem über Titel und Finalteilnahmen bei PDC-Turnieren sowie über eigene Qualifikationswege. Erst aus dem so entstandenen Feld werden die Gruppen gebildet, und zwar nach Ranglistenblöcken, sodass in jeder Gruppe sehr unterschiedliche Leistungsklassen aufeinandertreffen.

Die Zugangswege ins Feld

Das Feld rekrutiert sich vorrangig aus Siegern und Finalisten der großen PDC-Turniere des laufenden und des vorherigen Jahres sowie aus den Vorjahresfinalisten des Grand Slam of Darts. Dazu kommen weitere Wege ins Turnier:

  • Sieger und Finalisten von Jugend- und Nebentouren, unter anderem Challenge Tour, Development Tour, Women's Series, Asian Championship und CDC Continental Cup.
  • Eine Reserveliste über Sieger der European Tour und der Players Championship, die greift, wenn weniger als 24 Qualifizierte zusammenkommen.
  • Für die Ausgabe 2026 acht Startplätze über den PDC Tour Card Holder Qualifier.

So kommen Champions und Finalisten sehr verschiedener PDC-Turniere zusammen. Wichtiger als die Liste ist, was daraus folgt: Ein einzelner Titelgewinn kann einen Spieler ins Feld bringen, der in der Rangliste weit hinten steht. Die Spannweite der Spielstärke ist deshalb größer als bei einem Turnier, das rein nach Rangliste besetzt wird, und die Quotenspanne innerhalb einer Gruppe fällt entsprechend breit aus.

Setzung und Gruppenauslosung auswerten

Für die Ausgabe 2026 werden die 16 bestplatzierten qualifizierten Spieler nach der PDC-Rangliste gesetzt und nach der Reihenfolge des Turnierbaums auf die 16 Gruppen verteilt. Die übrigen 32 Teilnehmer werden anhand der PDC-Rangliste in zwei Blöcke geteilt, die Positionen 17 bis 32 und die Positionen 33 bis 48, und auf die 16 Dreiergruppen verteilt. Daraus ergibt sich der Bauplan jeder Gruppe: ein gesetzter Spieler, einer aus dem mittleren Block und einer aus dem unteren. Bis zur Umstellung waren die acht bestplatzierten qualifizierten Spieler der PDC Order of Merit gesetzt, die Zahl der geschützten Plätze hat sich mit dem größeren Feld also verdoppelt.

Mit diesem Bauplan lässt sich eine veröffentlichte Auslosung auswerten. Schwer wird eine Gruppe, wenn der Gesetzte am unteren Rand der 16 Setzplätze steht oder wenn der Spieler aus dem unteren Block in der Rangliste dicht am Spieler aus dem mittleren Block liegt. Vorentschieden wirkt sie umgekehrt, wenn der Abstand zwischen dem Gesetzten und beiden Losgegnern groß ist.

In dieser Reihenfolge gehst du eine Gruppe durch: erst den Setzplatz des Favoriten bestimmen, dann die Ranglistenblöcke der beiden Gegner vergleichen, dann prüfen, ob der Abstand innerhalb der Gruppe wirklich groß ist. Erst danach entscheidest du, ob eine Wette auf die Gruppe oder eine Wette auf den Turniersieger passt. Für Grand Slam of Darts Wetten ist diese Reihenfolge der eigentliche Ertrag der Auslosung. Wer sie umdreht und mit der Wette anfängt, sucht anschließend nur noch Gründe für eine Entscheidung, die längst gefallen ist.

Grand Slam of Darts Wetten auf Turniersieg und Gruppe

Wetten, die über mehr als eine Partie laufen, hängen bei diesem Turnier alle an derselben Stelle, nämlich an der Gruppenphase. Sie ist Vorfilter für den Turniersieg und trägt zugleich eigene Wetten. Wer beide Aufgaben trennt, kennt damit auch den Unterschied zwischen einer Wette auf den Turniersieger, einer Wette auf den Gruppensieger und einer Wette auf das Weiterkommen.

Wetten auf den Turniersieger und der richtige Zeitpunkt

Auf Turnierebene wird eine Wette auf den Sieger geführt. Sie zählt zu den Langzeitwetten und läuft über das gesamte Turnier, ist also etwas anderes als eine Wette auf den Sieger einer einzelnen Partie, bei der die Bezugsgröße eine einzige Begegnung ist.

Der Zeitpunkt ist bei dieser Wette keine Nebensache. Aus 48 Startern wird nach der Herleitung aus der Preisgeldstruktur ein Achtelfinalfeld von 16 Spielern. Wer vor der Gruppenphase wettet, hat 47 Mitbewerber gegen sich, wer danach wettet, 15. Vor der Auslosung ist die Gruppe eines Spielers unbekannt, danach lässt sich die erste Hürde konkret prüfen. Früh zu wetten ist deshalb kein Fehler, aber eine Entscheidung, die du bewusst mit dieser Unsicherheit triffst, und du solltest sagen können, wofür du sie in Kauf nimmst. Dieselbe Einschätzung ist vor und nach der Gruppenphase unterschiedlich viel wert, und genau darin unterscheiden sich Grand Slam of Darts Wetten auf den Turniersieger von einer Langzeitwette auf ein reines K.o.-Turnier.

Wetten auf Gruppensieger, Weiterkommen und Platzierung

Zwei Wetten werden hier regelmäßig für dasselbe gehalten, obwohl sie verschiedene Fragen stellen:

  • Die Wette auf den Gruppensieger fragt nach Platz eins in der Gruppe.
  • Die Wette auf eine Platzierung fragt nach einem bestimmten Rang in der Gruppe.

Im Format ab 2026 kommt eine Besonderheit dazu, die diese Trennung an einer Stelle aufhebt. Es treten 48 Spieler in 16 Dreiergruppen an, jeder Spieler bestreitet zwei Gruppenpartien, und nach der Herleitung aus der Preisgeldstruktur steigt je Gruppe genau ein Spieler auf. Damit fallen Gruppensieg und Weiterkommen zusammen: Wer Erster wird, kommt weiter, und wer weiterkommt, war Erster.

Deshalb kann die Leg-Differenz die Auswahl kippen

In der Gruppenphase bringt ein Sieg zwei Punkte, und bei Punktgleichheit entscheidet die Leg-Differenz noch vor dem direkten Vergleich. Die vollständige Kette lautet: erst die Punkte, dann die Leg-Differenz, dann der direkte Vergleich, dann die Legs gegen den Wurf, dann der Turnieraverage. Bringt auch der Turnieraverage bei drei Spielern keine Entscheidung, fällt sie als letztes Mittel in einem 9-Dart Shoot-Out, bei dem die höchste Punktzahl aus neun Darts gewertet wird.

Wie oft dieser Fall überhaupt eintritt, lässt sich abschätzen. In einer Gruppe mit drei Spielern hat jeder zwei Partien und kann damit nur vier, zwei oder null Punkte erreichen. Bei drei Spielern und diesen drei möglichen Punktwerten treten Gleichstände regelmäßig auf, und die Leg-Differenz gehört damit zur normalen Tabellenrechnung dieser Gruppenphase.

Für die Spielweise hat das eine sichtbare Folge. Ein Spieler kann eine bereits gewonnene oder verlorene Partie bis zum Ende ernsthaft weiterspielen, weil jedes zusätzliche Leg seine Leg-Differenz verbessert. Der sonst erwartete Spannungsverlust am Ende einer entschiedenen Partie fällt damit weg. Wer bei einer Über- oder Unterwette auf die Legzahl mit einem frühen Nachlassen des Verlierers rechnet, rechnet damit gegen den Grund, aus dem dieser Verlierer weiterkämpft. Umgekehrt kann eine Gruppe trotz gleicher Punktzahl längst entschieden sein, wenn die Leg-Differenz eindeutig ist, und eine Wette auf das Weiterkommen läuft dann auf eine Frage hinaus, die keine mehr ist.

Vor einer Auswahl in der letzten Gruppenrunde gehst du deshalb vier Schritte durch: den Punktestand der Gruppe ansehen, die Leg-Differenz der beteiligten Spieler vergleichen, prüfen, wer noch gegen wen spielt, und erst dann entscheiden, ob eine Wette auf die Legzahl oder eine Wette auf die Gruppe passt.

Die Geschichte des Grand Slam of Darts

Für eine Auswahl heute bleibt aus der Geschichte dieses Turniers wenig übrig, und zwar genau drei Dinge. Ein Rekordsieger aus einer abgeschlossenen Ära, eine deutsche Bestmarke im Viertelfinale und ein Turnier, das von Anfang an Spieler mit sehr unterschiedlichem Wettbewerbshintergrund zusammengebracht hat.

Rekordsieger und Titelserien

Phil Taylor gewann den Grand Slam of Darts 2007, 2008, 2009, 2011, 2013 und 2014 und ist mit sechs Titeln Rekordsieger. Aus dieser Titelliste folgt unmittelbar, dass die Ausgaben 2010, 2012 und alle Ausgaben ab 2015 an andere Spieler gingen. Die Jahre 2007 bis 2009 stehen für drei Titel in Folge, und eine Serie in dieser Länge ist in der Turniergeschichte einmalig geblieben.

Für eine Wette auf den Turniersieger ist der Wert dieser Zahlen begrenzt. Mit der Ausgabe 2026 hat sich das Format geändert, statt 32 Spielern treten 48 in 16 Dreiergruppen an, und Titelserien aus dem alten Format lassen sich deshalb nicht ohne Weiteres auf das neue übertragen.

Die deutsche Turnierbilanz

Bis heute haben genau zwei deutsche Darts-Profis das Viertelfinale erreicht. Michael Unterbuchner zog 2018 ein, nachdem er im Achtelfinale mit 10:6 gegen James Wade gewonnen hatte, und Lukas Wenig verlor sein Viertelfinale 2025 gegen Danny Noppert mit 8:16 in Legs. Dazwischen liegt das Achtelfinale von Gabriel Clemens 2019.

Weiter ging es bislang nicht. Die Finaltabelle der Ausgaben 2007 bis 2025 enthält keinen deutschen Sieger und keinen deutschen Finalisten, und in der kumulierten Nationenwertung des Turniers für dieselben Jahre sind England, die Niederlande, Wales, Portugal, Schottland, Australien, Österreich, Belgien und Nordirland in den Rängen 1 bis 4 vertreten, Deutschland nicht.

Herkunft des Turniers und das verbandsübergreifende Erbe

Das Turnier entstand 2007 als erstes gemeinsames Turnier der Professional Darts Corporation und der British Darts Organisation seit der Verbandsspaltung von 1993. Zunächst gab es 24 PDC-Startplätze und acht garantierte BDO-Startplätze, und es blieb das einzige Major-Turnier, bei dem Spieler beider Verbände gemeinsam antraten. Nach der Auflösung der British Darts Organisation im Jahr 2021 nehmen ausschließlich PDC-Spieler teil, der verbandsübergreifende Vergleich entfiel damit.

Der Grundgedanke ist trotzdem geblieben. Über die Zugangswege kommen bis heute Spieler zusammen, die im Jahresverlauf kaum gegeneinander antreten, weil sie auf verschiedenen Touren unterwegs sind. Für die Auswahl ist genau das die praktische Folge. Bei einer Partie ohne gemeinsame Vergleichswerte fehlt die Grundlage für einen direkten Leistungsvergleich, und die Einschätzung stützt sich dann stärker auf Ranglistenherkunft und Spieldistanz als auf alles andere.

Geschrieben von

Mark Jennes

Redaktion

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