European Darts Tour Wetten: Format und Stationen

European Darts Tour - Wetten

European Darts Tour Wetten gelten fast immer einem einzelnen Wochenendturnier, nicht der Saison als Ganzem. Die PDC trägt diese Turniere im Laufe des Jahres in Europa aus, und jede Station hat ihr eigenes Teilnehmerfeld, ihre eigene Auslosung und ihren eigenen Sieger. Bis zum Titel sind dort sechs Siege nötig, für einen gesetzten Spieler fünf, und entschieden wird jedes Match über Legs. Wann und wo 2026 gespielt wird, steht im Kalender der Serie.

Die Stationen der European Darts Tour 2026

Die Saison besteht aus 15 eigenständigen Turnieren. Sie beginnt im Februar in Krakau und endet im Oktober in Maastricht, insgesamt wandert die Serie durch neun Länder. Sechs Stationen davon liegen in Deutschland, mehr als in jedem anderen Land, und außer Belgien kommt kein weiteres Land auf mehr als eine. Die Turniernamen wechseln von Wochenende zu Wochenende, das Format dahinter nicht: Jede Station wird nach denselben Regeln ausgespielt und schüttet dasselbe Preisgeld aus. Ein Titel in München zählt für die Saison deshalb genauso viel wie einer in Basel.

Turnier

Termin

Ort

Poland Darts Open

20. bis 22. Februar

Krakau, Polen

European Darts Trophy

13. bis 15. März

Göttingen, Deutschland

Belgian Darts Open

20. bis 22. März

Wieze, Belgien

German Darts Grand Prix

4. bis 6. April

München, Deutschland

European Darts Grand Prix

17. bis 19. April

Sindelfingen, Deutschland

Austrian Darts Open

8. bis 10. Mai

Graz, Österreich

International Darts Open

22. bis 24. Mai

Riesa, Deutschland

Baltic Sea Darts Open

29. bis 31. Mai

Kiel, Deutschland

Slovak Darts Open

19. bis 21. Juni

Bratislava, Slowakei

European Darts Open

10. bis 12. Juli

Leverkusen, Deutschland

Hungarian Darts Trophy

28. bis 30. August

Budapest, Ungarn

Czech Darts Open

4. bis 6. September

Prag, Tschechien

Flanders Darts Trophy

11. bis 13. September

Antwerpen, Belgien

Swiss Darts Trophy

9. bis 11. Oktober

Basel, Schweiz

Dutch Darts Championship

16. bis 18. Oktober

Maastricht, Niederlande

Jede dieser Stationen ist ein abgeschlossenes Turnier. Wer in Riesa gewinnt, ist Sieger des International Darts Open und beginnt eine Woche später in Kiel wieder von vorn, mit neuem Feld und neuer Auslosung. Zusammengehalten wird die Saison allein über das Preisgeld, das die Spieler bei den einzelnen Stationen einspielen und das in eine gemeinsame Jahresrangliste fließt, die European Tour Rankings.

Nicht zur Serie gehört die European Championship, auch wenn der Name in dieselbe Richtung zeigt. Sie ist ein eigenes Turnier mit eigenem Teilnehmerfeld, und wer dort mitspielt, entscheidet sich über die European Tour Rankings.

Wie läuft eine Station vom ersten Match bis zum Finale?

Die 16 gesetzten Spieler eines Turniers greifen erst in Runde zwei ein, alle übrigen Teilnehmer des 48er-Hauptfelds starten in Runde eins. Für einen Gesetzten ist das ein Match weniger bis zum Titel, und sein erster Gegner steht erst fest, wenn Runde eins gespielt ist. An einer Station werden 47 Matches gespielt, verteilt auf drei Tage.

Runde

Wer antritt

Distanz

Runde eins

32 nicht gesetzte Spieler

Best of 11 Legs

Runde zwei

16 Gesetzte und 16 Sieger aus Runde eins

Best of 11 Legs

Achtelfinale

16 Spieler

Best of 11 Legs

Viertelfinale

8 Spieler

Best of 11 Legs

Halbfinale

4 Spieler

Best of 13 Legs

Finale

2 Spieler

Best of 15 Legs

Best of 11 Legs heißt, dass der Sieger sechs Legs gewinnen muss und der Verlierer bei höchstens fünf stehen bleibt. Im Halbfinale sind es sieben Legs, im Finale acht. Die Distanz steigt also erst ab dem Halbfinale, die ersten vier Runden laufen alle über dieselbe Länge.

Ausgelost wird einmal, und zwar für den kompletten Baum. Nach einer Runde wird nicht neu gesetzt, deshalb steht schon vor dem ersten Match fest, welche beiden Spieler sich frühestens im Halbfinale begegnen können und welcher Gesetzte auf den Sieger welches Matches aus Runde eins wartet. Für den Titel braucht ein Spieler aus Runde eins damit sechs Siege, ein gesetzter Spieler fünf.

Wie qualifizieren Spieler sich für die European Tour?

32 Startplätze einer Station sind vergeben, bevor überhaupt ein Qualifikationsturnier beginnt. Die Top 16 der Weltrangliste gehören dazu, und sie bilden gleichzeitig die Setzliste des Turniers. Die 16 weiteren vorqualifizierten Spieler kommen über die ProTour Rankings ins Feld, sie starten aber wie die Qualifikanten in Runde eins.

Die restlichen 16 Plätze werden in vier getrennten Qualifikationen ausgespielt. Zehn davon vergibt der Tour Card Holder Qualifier, in dem Spieler mit Tour Card gegeneinander antreten. Vier Plätze gehen über den Host Nation Qualifier an Spieler aus dem Gastgeberland der jeweiligen Station. Das ermöglicht es auch Spieler ohne eine Tour Card bei der European Tour mitzuspielen. Gespielt wird in diesen Qualifikationsturnieren im K.-o.-System über mindestens Best of 7 Legs, also über eine kürzere Distanz als in jedem Match des Hauptfelds.

In Runde eins spielen damit zwei Gruppen von je 16 Spielern um den Einzug in Runde zwei, die vorqualifizierten Spieler ohne Setzung und die Qualifikanten aus den vier Wegen. Der Sieger jeder der 16 Partien hat dort einen der gesetzten Weltranglistenspieler vor sich. Die 16 Qualifikationsplätze werden bei jeder Station neu ausgespielt, und wer European Darts Tour Wetten auf ein Match der ersten Runde abgibt, bekommt es deshalb regelmäßig mit Spielern zu tun, die beim vorangegangenen Turnier nicht im Feld standen.

Preisgeld je Station und der Weg zur European Championship

35.000 Pfund gehen an den Sieger einer Station, 15.000 Pfund an den Verlierer des Finales. Die beiden Halbfinalisten erhalten je 10.000 Pfund, die vier Viertelfinalisten je 8.000 Pfund, im Achtelfinale sind es 5.000 Pfund, in der Runde der letzten 32 noch 3.500 Pfund und für eine Niederlage in Runde eins 2.000 Pfund. Insgesamt schüttet jede Station 230.000 Pfund aus, und jeder Spieler des Hauptfelds bekommt etwas davon, auch wenn er sein erstes Match verliert.

In den European Tour Rankings summiert sich das Preisgeld, das ein Spieler im Laufe der Saison bei diesen Turnieren gewinnt. Eine Ausnahme betrifft dabei genau die Spieler, die ohne Qualifikation im Feld stehen: Verliert ein vorqualifizierter Spieler sein erstes Match, wird ihm das dafür fällige Preisgeld nicht auf die Rangliste angerechnet. Ein gesetzter Spieler, der in Runde zwei ausscheidet, hat die 3.500 Pfund damit auf dem Konto, aber nicht in der Rangliste. Wer aus einer Qualifikation kommt und in Runde eins verliert, ist von dieser Regel nicht betroffen.

Am Ende der Saison steht in dieser Rangliste, wer bei der European Championship dabei ist, nämlich die besten 32 Spieler, aus all den Turniere die in dem Jahr gespielt worden sind. Weil dafür ausschließlich das bei den Stationen der European Tour gewonnene Preisgeld zählt, bringt ein Erfolg bei einem anderen Turnier für diesen Weg nichts.

Die European Championship als Saisonfinale in Dortmund

Die European Championship beginnt am 22. Oktober in der Westfalenhalle in Dortmund, vier Tage nach der letzten Station der Serie in Maastricht, und ist am 25. Oktober entschieden. Es ist die neunzehnte Auflage des Turniers und die fünfte in dieser Halle. Gespielt werden 31 Matches, fünf davon muss ein Spieler für den Titel gewinnen.

In Runde eins reichen wie bei einer Station sechs gewonnene Legs, ab Runde zwei sind zehn nötig, im Halbfinale und im Finale elf. Wer ab Runde zwei mit 0:3 zurückliegt, muss also noch zehn Legs gewinnen, sein Gegner braucht sieben; bei einer Station hätte derselbe Gegner nach diesem Stand die Hälfte des Weges hinter sich. Wer auf die Gesamtzahl Legs tippt, hat ab Runde zwei mindestens zehn Legs sicher, während bei European Darts Tour Wetten auf ein Match der ersten vier Runden höchstens elf Legs möglich sind.

Runde

Distanz

Preisgeld bei Aus in dieser Runde

Runde eins

Best of 11 Legs

7.500 Pfund

Runde zwei

Best of 19 Legs

20.000 Pfund

Viertelfinale

Best of 19 Legs

35.000 Pfund

Halbfinale

Best of 21 Legs

50.000 Pfund

Finale

Best of 21 Legs

80.000 Pfund, für den Sieger 150.000 Pfund

Für das ganze Turnier sind 750.000 Pfund ausgeschrieben. Der Sieger erhält davon 150.000 Pfund, der Sieger einer Station der European Tour 35.000 Pfund. Genau diese 35.000 Pfund gibt es in Dortmund schon für zwei gewonnene Matches und ein Aus im Viertelfinale. Titelverteidiger ist Gian van Veen, der 2025 gewann. Bei den ersten vier Auflagen hieß der Sieger jedes Mal Phil Taylor.

Rekordsieger und deutsche Finalisten

Fünf Turniere umfasste die Serie in ihrem ersten Jahr 2012, mit je 64 Spielern im Feld und 82.100 Pfund Preisgeld je Event. Danach wuchs der Kalender über Jahre, bis die Pandemie ihn einbrechen ließ. 2020 kamen nur vier Turniere zustande, 2021 sogar nur zwei. 2022 kehrte die Serie mit 13 Events zurück und erreichte danach ihren heutigen Umfang.

Rekordsieger der Serie ist Michael van Gerwen mit 38 Titeln bei der European Tour. Gerwyn Price steht nach den ersten zehn Turnieren der Saison 2026 bei insgesamt zehn Titeln.

Sechs Turniere der Serie haben deutsche Spieler bereits gewonnen. Max Hopp holte 2018 den ersten dieser Titel, Ricardo Pietreczko folgte 2023, Martin Schindler gewann 2024 zweimal und 2025 noch einmal, und Niko Springer kam 2025 dazu. Zweimal reichte es für einen deutschen Spieler nur zum Finale, bei Ricardo Pietreczko 2024 und bei Niko Springer 2025.

Geschrieben von

Mark Jennes

Redaktion

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