MODUS Super Series Wetten: Format, Spieler und Tipps

MODUS Super Series Wetten hängen an einer ganzen Woche und nicht an einem einzelnen Spiel. Pro Standardwoche treten zwölf Spieler an sechs Tagen in der MODUS Live Lounge in Portsmouth an, und der Ablauf ergibt insgesamt 104 Partien. Aus dieser Dichte entstehen Tabellen, Averages und mehrfache Duelle derselben Gegner. Wo eine Zahl in diesem Ablauf entstanden ist, entscheidet darüber, was du mit ihr anfangen kannst.
Was die MODUS Super Series Wetten besonders macht
Die MODUS Super Series spielt eine komplette Woche als geschlossene Veranstaltung durch und beginnt danach mit einem neuen Feld von vorn. Zwölf Teilnehmer bestreiten an sechs Spieltagen 104 Partien, alle in derselben Halle und über dieselbe Distanz. Zu jedem einzelnen Spieler liegt am Ende dieser Woche also eine kleine eigene Statistik vor, die vollständig aus diesem einen Gegnerkreis stammt.
Das Feld besteht aus Spielern ohne PDC Tour Card und aus Darts-Legenden. Beide Gruppen bringen sehr unterschiedliche Voraussetzungen mit, und ein bekannter Name sagt nichts darüber, wie stark sein Träger in diesem Feld gerade ist. Die Rangfolge einer Woche entsteht erst in der Woche selbst.
Am größten ist der Abstand zu einem Turnier wie der PDC-Weltmeisterschaft 2025/26, die in fast jeder Hinsicht anders gebaut ist.
PDC-Weltmeisterschaft 2025/26 | MODUS-Standardwoche | |
|---|---|---|
Feld | 128 Spieler | zwölf Teilnehmer pro Woche |
Aufbau | K.-o.-Runden | Gruppenphasen mit anschließendem Finalabend |
Distanz | Satzformat | kurze Partien über Legs |
Begegnungen | jede Paarung höchstens einmal | Wiederholungsduelle innerhalb derselben Woche |
Für MODUS Super Series Wetten bringt dir eine allgemeine Einführung in Darts Wetten deshalb weniger als die Frage, an welcher Stelle der Woche eine Partie steht. Dieselben zwei Namen bedeuten am Mittwoch etwas anderes als am Samstag, weil sich Gruppe, Tabellenlage und bisherige Belastung dazwischen verändert haben.
Von Gruppe A bis zur Champions Week
Aus Gruppe A scheidet niemand aus, egal wie die drei Spieltage dort laufen. Eine Standardwoche läuft von Montag bis Samstag in drei Stufen. Zuerst spielt Gruppe A über drei Tage jeder gegen jeden, danach verteilen sich alle, die dort nicht ganz vorn stehen, auf die Gruppen B und C, und am Samstag steht der Finalabend.
Phase | Feld | Spiele | Weiterkommen |
|---|---|---|---|
Gruppe A, Montag bis Mittwoch | 6 Spieler | 45 | Platz 1 zum Finalabend, Plätze 2 und 3 in Gruppe B, Plätze 4 bis 6 in Gruppe C |
Gruppe B, Donnerstag und Freitag | 5 Spieler | 20 | Plätze 1 bis 3 zum Finalabend |
Gruppe C, Donnerstag und Freitag | 6 Spieler | 30 | Plätze 1 und 2 zum Finalabend |
Finalabend, Samstag | 6 Qualifikanten | 9 | zwei Dreiergruppen, je zwei ins Halbfinale, danach das Finale |
Gruppe B und Gruppe C sind neu gemischte Felder, in denen jeweils ein Teil der Spieler frisch einsteigt, und beide führen an denselben Finalabend. Wer Gruppe A nicht als Erster abschließt, erreicht den Finalabend deshalb nur noch über Gruppe B oder Gruppe C.
Ein Sieg bringt zwei Punkte, eine Niederlage keinen. Stehen zwei Spieler nach ihrer letzten Gruppenpartie gleich, entscheidet zuerst die Legdifferenz, wie es weitergeht. Ist auch diese gleich, zählen zuerst die gewonnenen Legs und dann der direkte Vergleich der beiden Spieler. Die Partien der Gruppenphasen werden immer als 501 im Best-of-7-Legs-Modus gespielt.
Nach zwölf Standardwochen ist die Serie noch nicht entschieden. Jede Woche hat genau einen Sieger, und diese zwölf Wochensieger treffen in der dreizehnten Woche in der Champions Week aufeinander, die den Aufbau aus Gruppen und Finalabend wiederholt. Erst ihr Sieger gewinnt die nummerierte Series. Ein Spieler kann also eine Woche für sich entscheiden und in der Champions Week trotzdem schon in der Gruppenphase scheitern, ohne dass an seinem Wochensieg etwas geändert wird.
Das Teilnehmerfeld der MODUS Super Series
Wenn dir in einer Wochenaufstellung mehrere Namen nichts sagen, liegt das oft an ihrem Weg ins Feld. ADC Europe und der britisch-irische VAULT beschreiben ihre Qualifikation samt Bedingungen, für eingeladene Spieler ist nichts Vergleichbares veröffentlicht.
Weg ins Feld | Bedingungen | Nicht festgelegt |
|---|---|---|
ADC Europe, zwei Vertreter pro Woche für 2026 und 2027 | Wege über acht Benelux-Regionalfinals, den ADC European Classic und südeuropäische VAULT-Regionalfinals; mindestens 75,00 Average im betreffenden Finalturnier | |
VAULT für Großbritannien und Irland, ein Platz | nach sieben regionalen Wochen spielen die Top 32 am Finaltag um diesen Platz; laufender Average über 77,5 und Best of 11 Legs am Finaltag | die letzte Auswahlentscheidung für den TV-Auftritt liegt bei MODUS |
Einladung | keine | ob Qualifikation und Einladung zusammen alle aktuellen Zugänge abdecken |
Wer MODUS Super Series Wetten einschätzen will, kommt mit dieser Herkunft allerdings nur ein kurzes Stück weit. Ein Qualifikant hat seinen Platz mit einem Average über einer festen Schwelle erspielt, ein eingeladener Spieler nicht, und beides sagt wenig darüber, wie er in dieser Woche und in dieser Gruppe wirft. Tragfähiger sind aktuelle Ergebnisse, die sich untereinander vergleichen lassen, also Partien über dieselbe Distanz aus derselben Serie.
Preisgeld und sportlicher Wert der einzelnen Phasen
Du bekommst für einen Wochensieg zwei verschiedene Dinge. Zum einen bekommst du ein Preisgeld von 5.000 Pfund und zum anderen einen Platz in der Champions Week, wo man deutlich höhere Preisgelder bekommen kann.
Der Startplatz ist der Teil, auf den du dich verlassen kannst. Er ist die einzige Tür zur Champions Week, und ohne Wochensieg öffnet sie sich nicht. Der Sieger der Champions Week erhält ganze 25.000 Pfund Preisgeld, während der zweite Platz immerhin noch 10.000 Pfund mitnimmt.
Sportlich wiegen die beiden Erfolge ohnehin unterschiedlich, und zwar unabhängig vom Geld. Ein Wochensieg ist ein abgeschlossenes Ergebnis, das niemand mehr einholt, und er verschafft dem Spieler einen Termin, den er sich danach nicht mehr erspielen muss. Der Titel der Champions Week verlangt dagegen, dieselbe Distanz noch einmal zu gehen, diesmal gegen die übrigen Wochensieger. Damit stehen zwei Erfolge nebeneinander, die verschieden schwer zu erreichen sind und deshalb nicht gegeneinander aufgerechnet werden.
Die Geschichte der MODUS Super Series
Am Anfang spielten die Teilnehmer aus ihren eigenen Wohnungen. Der Wettbewerb begann 2020 während der Covid-Zeit als Heimformat, und die Online Darts Live League war das Format, in dem daraus ein Studioturnier wurde. Die heutige Studioserie in Portsmouth ist aus diesem Notbehelf gewachsen.
Wendepunkt | Was sich änderte |
|---|---|
2020 | Start des Vorläufers als Heimformat während der Covid-Zeit |
2021 | die Online Darts Live League ist als Studioformat in Southampton etabliert |
3. September 2022 | Start der MODUS Super Series in Portsmouth |
seit 2024 | Themenwochen ergänzen den regulären Zyklus |
Der Schritt, der alles Weitere möglich gemacht hat, ist der Umzug aus den Wohnzimmern in ein Studio. Damit wurde die MODUS Super Series ins Leben gerufen und heute ist sie ein fester Bestandteil des Dart-Kalenders.
Erst eine eigens eingerichtete Spiel- und Produktionsstätte macht sechs Spieltage in Folge, eine fortlaufende Wertung über die ganze Woche und eine umfangreiche Liveproduktion planbar. Genau das steht seit dem Umzug nach Portsmouth zur Verfügung, und daran hängt der Ablauf, den du heute vor dir hast.
Seit 2024 kommen Themenwochen dazu, die außerhalb der nummerierten Serien laufen. Ein Erfolg aus einer solchen Sonderwoche gehört nicht in die Wertung der nummerierten Series und darf in einer Erfolgsbilanz nicht neben einem regulären Wochensieg stehen.
Rekordsieger, deutsche Erfolge und die jüngsten Series
Die vierzehnte Serie endete am 25. Juli 2026, und seit dem 3. August 2026 läuft Series 15 bis zum 31. Oktober 2026. Bislang wurden schon 14 Champions Weeks gespielt und die Sieger fielen sehr unterschiedlich aus.
Series | Champions Week | Sieger | Land | Endspiel |
|---|---|---|---|---|
1 | Dezember 2022 | Conan Whitehead | England | 4:0 gegen Graham Usher |
2 | Februar 2023 | Raymond Smith | Australien | 4:3 gegen Matt Clark |
3 | Mai 2023 | Luke Littler | England | 4:1 gegen Jacob Taylor |
4 | August 2023 | Luke Littler | England | 4:2 gegen Colin Osborne |
5 | November 2023 | Jim McEwan | Schottland | 4:0 gegen Mareno Michels |
6 | Februar 2024 | Scott Taylor | England | 4:1 gegen Tom Sykes |
7 | Mai 2024 | Andreas Harrysson | Schweden | 4:3 gegen Cam Crabtree |
8 | August 2024 | Marvin van Velzen | Niederlande | 4:3 gegen Jimmy van Schie |
9 | Dezember 2024 | Darius Labanauskas | Litauen | 4:2 gegen Tom Sykes |
10 | April 2025 | Jenson Walker | England | 4:1 gegen Sam Spivey |
11 | August 2025 | Jeff Smith | Kanada | 4:3 gegen Jimmy van Schie |
12 | Dezember 2025 | Charlie Manby | England | 4:1 gegen Tom Sykes |
13 | April 2026 | Jack Drayton | England | 4:1 gegen Steve Green |
14 | Juli 2026 | Derek Coulson | Wales | 4:1 gegen Ashley Coleman |
Die Champions Week kehrt damit mehrmals im Jahr zurück, und ihr Sieger ist fast immer ein anderer. Wer eine Partie der laufenden Serie einordnet, hat es mit einem Feld zu tun, das sich schneller austauscht als die Spitze eines großen Bühnenturniers.
Rekordsieger. Nur ein Spieler hat mehr als eine nummerierte Series gewonnen, und weil Luke Littlers beide Titel direkt aufeinander folgten, ist er zugleich der Einzige, der seinen Titel gleich verteidigt hat. Alle anderen Champions stehen bisher mit genau einem Titel auf der Ehrentafel.
Finalisten ohne Titel. Tom Sykes hat häufiger als jeder andere Spieler in einem Endspiel gestanden, ohne eines davon zu gewinnen, und Jimmy van Schie stand zweimal ohne Titel im Finale. Ein Finaleinzug ist in dieser Serie also kein Ausweis dafür, dass der nächste Finalabend genauso ausgeht.
Deutsche Erfolge. Lukas Wenig gewann im April 2023 in der neunten Woche der dritten Serie als erster deutscher Spieler einen Finalabend. Er schlug dort im Halbfinale den nordirischen WDF-Weltmeister von 2022, Neil Duff, mit 4:2 und im Endspiel den schottischen Routinier John Henderson ebenfalls mit 4:2. Drei Monate später folgte René Eidams in der zehnten Woche der vierten Serie. Am Finalabend des 15. Juli 2023 lag er gegen Steve Brown 0:3 zurück, gewann anschließend vier Legs in Folge und stellte auf 4:3. Als dritter Deutscher setzte sich Kai Gotthardt Anfang Oktober 2024 durch, im Endspiel mit 4:3 gegen Jon Worsley.
Alle drei Siege fielen in eine normale Spielwoche, und dort endet die deutsche Bilanz bisher auch. Keiner der drei hat anschließend die Champions Week seiner Serie gewonnen, und bis zur vierzehnten abgeschlossenen Serie hat überhaupt kein deutscher Spieler das Endspiel einer nummerierten Series erreicht. Für deutsche Teilnehmer führte der Weg damit dreimal bis zum Wochensieg gegangen und noch nie darüber hinaus.