Humphries - Doets Tipp zur zweiten Runde der Swiss Darts Trophy 2026

Wenige Tage nach seinem Titel beim World Grand Prix steigt Luke Humphries am Samstagabend in Basel in die Swiss Darts Trophy ein, und sein erster Gegner gehört zu den unangenehmeren im Feld. Kevin Doets hat sein Auftaktspiel am Freitag schon gewonnen und kennt die Bühne in der St. Jakobshalle. Humphries dagegen wechselt von Sätzen mit Double In zurück zu sechs Gewinnlegs. Ob seine Form aus Leicester auf diese Distanz trägt und wie gefährlich Doets ihm werden kann, sind die Fragen vor jeder Wette auf dieses Spiel.
Luke Humphries: Form nach dem Titel beim World Grand Prix
Humphries ist 31, Weltmeister von 2024 und hat 2026 schon sechs Titel gewonnen. Auf der European Tour holte er im März die Belgian Darts Open mit 8:6 gegen Jonny Clayton, im September stand er im Finale der Czech Darts Open und verlor es 6:8 gegen Littler. Am 4. Oktober kam der zweite Titel beim World Grand Prix nach 2023 dazu, im Finale schlug er Price mit 6:4 nach Sätzen. In Partien über Legs hat er seit August 12 von 16 gewonnen, bei Averages im Schnitt von 97,38.
Die Averages aus Leicester wirken dagegen niedrig, liegen aber am Modus. Beim World Grand Prix beginnt jedes Leg mit Double In, wer das Double zum Einstieg verfehlt, verliert Aufnahmen, bevor er überhaupt punktet. Mit Basel lassen sich seine 80,41 gegen Dave Chisnall deshalb nicht vergleichen. Aussagekräftiger ist, dass Humphries im Halbfinale gegen James Wade und im Finale gegen Price jeweils zehn 180er warf.
Schwächen zeigt er eher über die kurze Distanz. Bei Players Championship 27 im August verlor er sein erstes Spiel mit 3:6 gegen Cam Crabtree. Trotz eines Averages von 97,85 traf er nur 21,43 Prozent seiner Darts auf ein Double. Wenige Tage später schied er bei der Hungarian Darts Trophy im Auftaktspiel mit 3:6 gegen Dirk van Duijvenbode aus. Von seinen vier Auftaktspielen auf der European Tour in diesem Jahr hat er drei gewonnen.
Datum | Turnier | Runde | Ergebnis | Average |
|---|---|---|---|---|
04.10.2026 | World Grand Prix | Finale | 6:4 Sätze gegen Gerwyn Price | 93,16 |
03.10.2026 | World Grand Prix | Halbfinale | 5:3 Sätze gegen James Wade | 96,83 |
02.10.2026 | World Grand Prix | Viertelfinale | 3:0 Sätze gegen Niels Zonneveld | 85,91 |
01.10.2026 | World Grand Prix | Achtelfinale | 3:0 Sätze gegen Jermaine Wattimena | 94,11 |
29.09.2026 | World Grand Prix | 1. Runde | 2:0 Sätze gegen Dave Chisnall | 80,41 |
Kevin Doets: stark zum Auftakt, knappe Niederlagen gegen die Spitze
Doets ist 28, kommt aus Almere und spielt das beste Jahr seiner Karriere. Im Mai gewann er mit Players Championship 13 seinen ersten Titel bei einem Ranglistenturnier der PDC, sechs Tage später stand er bei den Austrian Darts Open in seinem ersten Finale auf der European Tour. Auf dem Weg dorthin schlug er Luke Woodhouse mit einem Average von 112,31, im Finale verlor er 6:8 gegen Josh Rock. Seit August hat er 19 von 27 Partien über Legs gewonnen.
Zum Auftakt eines Turniers der European Tour ist Doets in diesem Jahr kaum zu schlagen. Von seinen zwölf Spielen in der ersten Runde hat er elf gewonnen, verloren hat er nur gegen Jonas Masalin. Gegen Kenny zeigte er am Freitag, warum: Er warf in den ersten neun Darts eines Legs im Schnitt 103,70 und checkte 146 aus. Am Double ließ er allerdings viel liegen und traf nur 6 von 21 Darts.
Gegen Spieler aus der Spitze fehlt ihm oft wenig. Bei der Flanders Darts Trophy verlor er im Achtelfinale 5:6 gegen Gian van Veen, obwohl er einen Average von 106,24 spielte. Beim World Grand Prix vergab er gegen Nathan Aspinall Matchdarts zum Sieg und verlor noch 1:2 nach Sätzen, im Halbfinale von Players Championship 29 unterlag er Cameron Menzies 5:7 bei einem Average von 99,54. Dass er solche Spieler schlagen kann, zeigen das 6:2 gegen Wattimena mit 104,63 im September und das 6:3 gegen Rob Cross im August.
Datum | Turnier | Runde | Ergebnis | Average |
|---|---|---|---|---|
09.10.2026 | Swiss Darts Trophy | 1. Runde | 6:3 gegen Nick Kenny | 94,89 |
28.09.2026 | World Grand Prix | 1. Runde | 1:2 Sätze gegen Nathan Aspinall | 92,27 |
23.09.2026 | Players Championship 30 | Achtelfinale | 4:6 gegen Steve Lennon | 96,35 |
23.09.2026 | Players Championship 30 | Letzte 32 | 6:2 gegen Mickey Mansell | 92,30 |
23.09.2026 | Players Championship 30 | Letzte 64 | 6:4 gegen Lewis Pride | 91,90 |
Direkte Duelle: Fünf Siege für Humphries seit 2022
Humphries und Doets haben sich sechsmal getroffen. Doets gewann nur das erste Duell 2019 auf der Development Tour, alle fünf Partien danach gingen an Humphries. Das jüngste liegt über neun Monate zurück: Im Achtelfinale der WM 2026 gewann Humphries mit 4:1 Sätzen und einem Average von 103,07.
Datum | Turnier | Runde | Ergebnis |
|---|---|---|---|
30.12.2025 | WM 2026 | Achtelfinale | 4:1 Sätze Humphries |
12.09.2025 | World Series of Darts Finals | Achtelfinale | 6:4 Humphries |
01.08.2024 | Players Championship | Letzte 32 | 6:1 Humphries |
04.09.2023 | Players Championship 20 | Finale | 8:6 Humphries |
05.02.2022 | Players Championship | Letzte 32 | 6:2 Humphries |
Die Bilanz spricht klar für Humphries, sagt über Samstag aber weniger, als sie auf den ersten Blick verspricht. Alle Duelle fanden statt, bevor Doets seinen ersten Titel gewann und auf der European Tour erstmals ein Finale erreichte. In drei der fünf Partien fiel ein Checkout von mehr als 111,5: 118 und 129 von Humphries, 120 von Doets im Finale 2023.
Luke Humphries - Kevin Doets Tipp
Luke Humphries – Kevin Doets
- Höchstes Checkout über 111,5 Punkte
- Quote: 1,8
Tipp: Höchstes Checkout über 111,5 Punkte
Ein einziges Leg, das mit 112 oder mehr Punkten zugemacht wird, reicht für diese Checkout Wette, egal von welchem der beiden Spieler. Doets hat das in Basel schon am Freitag geschafft, gegen Kenny checkte er 146 aus.
Hohe Finishes ziehen sich bei ihm durch die gesamte Saison auf der European Tour. In 14 seiner 36 Partien dort hat er 2026 selbst 112 oder mehr ausgecheckt, dreimal sogar 170: im April gegen Anton Östlund und James Wade, im Mai gegen Woodhouse. Zuletzt kam das noch häufiger vor. In fünf seiner letzten sechs Partien auf der European Tour fiel ein Finish von 112 oder mehr, viermal von Doets selbst, mit 120 gegen James Hurrell, 140 gegen Ratajski, 115 gegen van Veen und jetzt 146 gegen Kenny.
Auch Humphries nimmt hohe Finishes regelmäßig raus. In diesem Jahr checkte er in 37 von 111 Partien selbst 112 oder mehr aus, elfmal waren es 140 oder mehr, darunter 170 gegen Stephen Bunting bei den Poland Darts Open, zweimal 167 und zweimal 164 gegen Littler. Aus den vergangenen Wochen kommen 132 und 129 gegen Wattimena, 121 gegen van Duijvenbode und 119 im Halbfinale der Czech Darts Open gegen Price dazu.
Die Wette hängt damit nicht stark am Verlauf der Partie. Bestimmt Humphries das Spiel, checkt er auch dann hoch aus, wie mit 123 beim 6:1 gegen Tommy Lishman oder mit 129 beim 3:0 nach Sätzen gegen Wattimena in Leicester. Und Doets spielt seine hohen Finishes auch in Partien, die er verliert: 115 beim 5:6 gegen van Veen, 126 beim 2:6 gegen Damon Heta im Juli. Solange die Partie nicht zu einseitig wird, sind die Chancen auf ein Checkout von 112 oder höher in dieser Partie sehr hoch.
Spielprognose und Fazit
Humphries geht als Favorit in dieses Spiel. Er ist die Nummer zwei der Rangliste, hat Doets in allen fünf Duellen seit 2022 geschlagen und kommt mit einem großen Titel nach Basel. Über sechs Gewinnlegs hat er in diesem Sommer aber zweimal früh verloren, ein Selbstläufer ist dieses Spiel für ihn nicht.
Doets wird ihm das Leben schwer machen. Er hat am Freitag schon in der Halle gespielt, seit August mehrfach Averages über 100 geworfen und gegen van Veen und Menzies gezeigt, dass er mit der Spitze mithält, auch wenn er beide Spiele knapp verlor. Wir erwarten einen Sieg von Humphries mit 6:4. Doets wird dabei seine Legs holen, und bei den Finishes, die beide in den letzten Wochen gespielt haben, spricht viel dafür, dass mindestens eines davon über 111,5 Punkten liegt.