Checkout Wetten im Darts: Welches Finish zählt und welche Zahlen helfen
- Wette auf
- CHECKOUT
- Gezählt wird
- die Höhe eines Finishes und wer das höchste wirft
- Beispiel
- Höchstes Checkout: Spieler B
Checkout Wetten drehen sich um das Ende eines Legs: um den Rest, den ein Spieler mit dem letzten Dart auf einem Double abräumt, und darum, wer im Match das höchste Finish wirft. Der Matchsieger muss das nicht sein, und die Zahlen, mit denen du sonst einen Spieler einschätzt, führen hier leicht in die falsche Richtung. Ein hoher Average spricht für starkes Scoring, eine gute Checkout-Quote für sichere Doubles. Über die Höhe eines Finishes sagen beide wenig. Dafür schaust du auf die Checkouts ab 100 und darauf, aus wie vielen Legs sie stammen.
- 1A40
- 2B121
- 3A76
- 4ABreak32
- 5BBreak64
- 6ABreak100
- 7
Was beim Checkout zählt
Ein Leg beginnt bei 501 Punkten und endet erst, wenn der Rest exakt auf null steht. Der letzte Dart muss dafür in einem Double landen, auch das Bullseye beendet ein Leg. Am Board zählt ein Single den Wert der Zahl, ein Double das Doppelte und ein Triple das Dreifache, das Bullseye bringt 50 Punkte. Wirft ein Spieler mit seiner Aufnahme, also mit seinen drei Darts am Stück, mehr, als noch übrig ist, hat er sich überworfen: Die ganze Aufnahme zählt nicht, und er steht wieder beim alten Rest. Dasselbe gilt, wenn ihm genau ein Punkt bliebe, denn das kleinste Double bringt zwei.
Den Rest, den der letzte Dart abräumt, nennt man Checkout oder Finish. Wer 121 Rest vor sich hat und ihn mit einer Aufnahme zumacht, hat ein Checkout von 121 geworfen. Mehr als 170 geht nicht: Zweimal Triple 20 bringen 120 Punkte, das Bullseye die letzten 50. Checkout Wetten fragen nach dieser Zahl: wie hoch ein Finish ausfällt und welcher Spieler es wirft. Setzt du darauf, dass ein Spieler das höchste Checkout des Matches wirft, gewinnst du, wenn sein bestes Finish über dem seines Gegners liegt, egal, wer das Match holt.
Checkout und Matchsieg: Wade gegen van Veen beim World Matchplay 2026
Im letzten Viertelfinale des World Matchplay 2026 sprachen Average und dreistellige Finishes für James Wade. Er spielte einen Average von 97,05, Gian van Veen kam auf 93,04. Wade machte drei Legs mit einem Checkout ab 100 zu, van Veen zwei. Gewonnen hat trotzdem van Veen, mit 16:13 Legs, und das höchste Checkout des Abends warf auch er: eine 160, während Wades bestes Finish bei 121 lag. Eine Wette auf Wade als Sieger war damit verloren, eine Wette auf van Veen als Spieler mit dem höchsten Checkout gewonnen.
Den Ausgang des Matches erklären die Doubles. Van Veen warf 29 Darts auf ein Double und traf 16, Wade traf 13 von 31. Jeder Treffer beendete ein Leg, die Zahl der Treffer ist also genau das Ergebnis. Teilst du die Treffer durch die Versuche, hast du die Checkout-Quote: 55,2 Prozent bei van Veen, 41,9 Prozent bei Wade. Der höhere Average zeigt nur, dass Wade im Schnitt mehr Punkte pro Aufnahme gesammelt hat, er hatte also das bessere Scoring; was er danach am Double daraus macht, steht in dieser Zahl nicht. Wie Average und Doubles zusammenhängen, erklärt der Überblick zu Darts Wetten.
Für die Wette auf das höchste Checkout zählt dagegen nur das eine beste Finish jedes Spielers. Wades drei dreistellige Checkouts lagen alle zwischen 100 und 121, und keines davon kam an van Veens 160 heran. Wer auf Wade gesetzt hatte, als Sieger und beim höchsten Checkout, verlor an diesem Abend beide Wetten, obwohl Wade öfter dreistellig zumachte als sein Gegner.
Welche Checkout Wetten es gibt und welche Zahl jeweils zählt
Alle Varianten von Checkout Wetten drehen sich um die Höhe der Finishes. Sie unterscheiden sich darin, wessen Checkout zählt und woran es gemessen wird.
| Wette | Welches Checkout zählt | Gemessen an |
|---|---|---|
| Höchstes Checkout eines Spielers | das beste Finish dieses einen Spielers | einer festen Grenze |
| Höchstes Checkout des Matches | das beste Finish im ganzen Match, egal von wem | einer festen Grenze |
| Spieler mit dem höchsten Checkout | das beste Finish jedes der beiden Spieler | dem besten Finish des Gegners |
| Frage über ein ganzes Turnier | die Finishes aller Matches, etwa die Zahl der 170er | einer vorgegebenen Zahl |
Den direkten Vergleich, welcher der beiden Spieler das höchste Checkout wirft, gibt es als eigene Wette zur einzelnen Partie. Ob weitere Wetten auf das Checkout dazukommen und bei welchen Grenzen, steht im Angebot zu genau dieser Partie. Bei den Varianten mit Grenze wettest du auf Über oder Unter; wie das funktioniert, erklärt das Kapitel zu Über/Unter Wetten.
Der direkte Vergleich kann gleich ausgehen, und zwar auch ganz oben. Im Halbfinale der WM 2025/26 schlug Gian van Veen Gary Anderson mit 6:3 in Sätzen, und beide warfen eine 170. Höher geht es nicht, also hatte keiner der beiden das höhere Checkout, obwohl van Veen das Match klar gewann.
Liegt eine Grenze im oberen Bereich, lohnt der Blick auf die Zahlen zwischen 159 und 170. 169, 168, 166, 165, 163, 162 und 159 lassen sich mit drei Darts nicht auschecken, im Darts heißen sie Bogey Numbers. Oberhalb von 158 bleiben als Finish nur 160, 161, 164, 167 und 170. Steht die Grenze in diesem Bereich, gewinnt Über nur mit einer dieser fünf Zahlen, und zwar mit einer, die über der Grenze liegt. Van Veens 160 aus dem Matchplay-Viertelfinale ist die niedrigste davon; überbieten konnte Wade sie an diesem Abend nur noch mit 161, 164, 167 oder 170. Und liegt eine Grenze zwischen 167 und 170, gewinnt Über allein mit der 170.
Wie selten die fällt, zeigt die WM 2025/26: Über alle Runden bis zum Finale gab es 17 Checkouts mit 170, drei davon von Gian van Veen und zwei von Luke Littler, eine der beiden im Finale. Für eine Wette auf die Zahl der 170er in einem Turnier hast du damit einen Anhaltspunkt aus einer einzigen WM, mehr nicht.
Welche Statistiken bei Checkout Wetten helfen
Die PDC wertet die Zahlen zum Finish in ihren Analysen getrennt vom Average aus: Checkout-Prozent, die Trefferquote am letzten Double, den Rest, von dem aus ein Spieler auscheckt, und die Darts, die er bis zum Finish braucht. Der Average lebt vom Scoring und kann in einem verlorenen Leg sogar höher ausfallen, wenn ein Spieler nie auf ein Double wirft. Er sagt dir also, wie schnell ein Spieler seinen Rest herunterspielt. Was danach passiert, zeigen die Zahlen zum Finish, und um genau das geht es bei Checkout Wetten. Nur messen auch die nicht alle dasselbe.
Checkout-Quote und Höhe des Finishes
| Match | Spieler | Gewonnene Legs | Doubles getroffen | Checkout-Quote | Checkouts ab 100 | Höchstes Checkout |
|---|---|---|---|---|---|---|
| World Matchplay 2026, Viertelfinale | Gian van Veen | 16 | 16 von 29 | 55,2 % | 2 | 160 |
| World Matchplay 2026, Viertelfinale | James Wade | 13 | 13 von 31 | 41,9 % | 3 | 121 |
| WM 2025/26, Finale | Luke Littler | 23 | 23 von 50 | 46 % | 4 | 170 |
| WM 2025/26, Finale | Gian van Veen | 8 | 8 von 21 | 38 % | 4 | 145 |
Im WM-Finale 2025/26 gewann Luke Littler mit 7:1 in Sätzen und war auch am Double der Bessere. Bei den Checkouts ab 100 stand es trotzdem 4 zu 4, und van Veen machte damit die Hälfte seiner acht Legs dreistellig zu. Die Checkout-Quote zeigt, wie sicher ein Spieler das Double trifft, wenn er davorsteht. Von welchem Rest aus er dort ankommt, zeigt sie nicht, und für die Höhe eines Finishes ist genau das die Frage.
Für die Wette auf den Spieler mit dem höchsten Checkout sind die Checkouts ab 100 deshalb die bessere Zahl: Sie zählen, wie oft jemand aus hohen Resten zumacht. Den Ausschlag gibt am Ende trotzdem ein einziges Finish. Wade hatte im Matchplay-Viertelfinale mehr dreistellige Checkouts und verlor den Vergleich, van Veen lag im WM-Finale gleichauf und verlor ihn mit 145 gegen Littlers 170 ebenfalls.
Hohe Reste, gewonnene Legs und der Form Guide
Ein Checkout von 145 setzt voraus, dass ein Spieler mit 145 Rest an die Reihe kommt. Die PDC legt in einer ihrer Analysen als Maßstab für Profis an, dass ein Spieler aus Resten zwischen 140 und 220 in mindestens zehn Prozent der Fälle direkt auscheckt oder sich ein Double stellt. Die Messlatte liegt also bei jedem zehnten Anlauf, und das stehen gelassene Double ist darin schon eingerechnet. Für den direkten Vergleich zählt deshalb auch, wie oft ein Spieler überhaupt vor einem hohen Rest steht: Jeder dieser Anläufe ist eine Gelegenheit für das höchste Checkout.
Dazu kommt, wie viele Legs ein Spieler selbst beendet, denn jedes gewonnene Leg bringt ihm ein Checkout und damit eine Gelegenheit mehr für ein hohes. Wie viele das sind, hängt auch am Anwurf: James Wade holte bei der Players Championship 2025 mit eigenem Anwurf 72 Prozent seiner Legs, gegen den Anwurf 41 Prozent. Was Anwurf und Break im Darts bedeuten, steht auf der Seite zu Darts Wetten.
Der Form Guide der PDC schätzt aus den letzten 200 Legs eines Spielers auf der ProTour, welchen Anteil seiner Legs er gewinnt, und gewichtet dafür, wie oft er nach vier, fünf, sechs und sieben Aufnahmen auscheckt. Er misst also das Tempo beim Auschecken. Wie hoch die Finishes ausfallen, steht darin nicht; für den Vergleich der höchsten Checkouts hilft er dir nur über die Zahl der Legs, die ein Spieler gewinnt.
Wo du die Zahlen findest
Die Spielstatistik von dartn.de führt zu jeder Partie das höchste Checkout und die Checkouts ab 100 eigens auf, getrennt von den Aufnahmen ab 100, ab 140 und den 180ern. Die beiden Werte mit der 100 darfst du nicht verwechseln: Ein Checkout ab 100 ist ein dreistelliges Finish, eine Aufnahme ab 100 sind drei Darts mit mindestens 100 Punkten irgendwo im Leg. Bei live-darts.com zeigt die Profilseite eines Spielers unter den Statistiken der letzten zwölf Monate sein höchstes Checkout, die Statistik zu einer Partie das höchste Checkout jedes Spielers. Wie oft ein Spieler in seinen letzten Partien dreistellig zugemacht hat, zählst du aus den Statistiken der einzelnen Partien zusammen.
Aus welchem Format und wie vielen Legs eine Zahl stammt
Jedes Leg endet mit genau einem Checkout. Wie viele Finishes ein Match hergibt, hängt deshalb an der Zahl der Legs, und die legt das Format fest, wobei ein Match auch vor der vollen Distanz entschieden sein kann. Auf der ProTour gehen die Matches im Hauptfeld bis einschließlich Viertelfinale über Best of 11 Legs, das Halbfinale über Best of 13, das Finale über Best of 15. Beim World Matchplay wächst die Distanz von Best of 19 Legs in der ersten Runde bis Best of 35 im Finale. Die WM wird in Sätzen gespielt. Einen Satz gewinnt, wer zuerst drei Legs holt; in den ersten beiden Runden braucht ein Spieler drei Satzgewinne, im Finale sieben.
Ein höchstes Checkout aus einem Matchplay-Finale kann also aus bis zu 35 Legs stammen, eines aus einem Match auf der ProTour bis zum Viertelfinale aus höchstens 11. Wer zwei solche Werte nebeneinanderstellt, vergleicht deshalb auch die Zahl der Gelegenheiten. Beim Matchplay-Viertelfinale und beim WM-Finale passt es: Das eine ging über 29 Legs, das andere über 31, die Checkouts ab 100 aus beiden Partien stehen also auf fast gleich vielen Legs.
Ein höchstes Checkout über einen Zeitraum ist ein einzelner Bestwert. Steht bei einem Spieler für die letzten zwölf Monate eine 170, heißt das nur, dass er sie in dieser Zeit mindestens einmal geworfen hat. Wie niedrig das höchste Checkout einer einzelnen Partie ausfallen kann, zeigt das Finale der International Darts Open 2026: Ryan Searle kam dort auf 60, Ross Smith auf 72. Wer den Bestwert aus zwölf Monaten auf ein einzelnes Match überträgt, liegt in so einer Partie weit daneben.
Marius Ötting und Kollegen halten in ihrer Studie zu Profidarts fest, dass kleine, ausgewählte oder auf ein Format beschränkte Stichproben keine stabilen Leistungswerte liefern. Zeitraum, Zahl der Legs, Aufnahmen, Gegner und Format müssen zu der Partie passen, um die es geht. Für Checkout Wetten heißt das: Eine Zahl aus einem Finale über Best of 35 Legs sagt dir wenig über ein Match, das nach höchstens 11 Legs vorbei ist.
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