Checkout Wetten auf Darts einfach erklärt
Checkout Wetten auf Darts drehen sich um ein einzelnes Finish: Ein Checkout beendet das Leg, sobald die Restpunktzahl regelgerecht auf null sinkt und der letzte Dart ein Double trifft. Wie hoch dieser beendete Rest ausfällt, entscheidet sich am Reststand vor der letzten Aufnahme, und wer sich früh auf eine niedrige Zahl herunterspielt, wirft nie ein hohes Checkout, auch wenn er das Leg am Ende gewinnt.
Worauf zielt eine Checkout-Wette?
Du tippst hier auf eine einzelne Zahl, nämlich auf den Rest, den ein Spieler mit seinem letzten Dart abräumt. Gewertet wird dieser Rest nur, wenn er exakt auf null fällt und der entscheidende Dart in einem Double sitzt; erst damit ist das Leg beendet und der Rest als Checkout geworfen. Für den Tipp bleiben davon zwei Angaben übrig, nämlich wie hoch der beendete Rest war und wer ihn beendet hat. Eine Siegwette betrifft dagegen allein den Gewinner der Partie, und so sind das Matchergebnis und die höchste regelgerecht beendete Restpunktzahl zwei getrennte Fragen, die im selben Spiel unterschiedlich ausgehen können.
Angenommen, ein Spieler verliert sein Match mit 3:5, räumt im dritten Leg aber einen Rest von 121 Punkten ab, und kein anderer Rest des Abends liegt höher. Die Siegwette auf ihn ist verloren, eine Wette auf ihn als Spieler mit dem höchsten Checkout gewinnt. Wer sich allein daran orientiert, wer das Match für sich entscheidet, tippt bei dieser Wettart an der Sache vorbei.
Welche Checkout Wetten gibt es?
An der Bezeichnung einer Wette erkennst du noch nicht, welche Zahl am Ende gewertet wird. Dafür brauchst du zwei Fragen, und sie trennen die Varianten von Checkout Wetten voneinander. Zuerst ist zu klären, ob sich der Tipp auf eine bestimmte Auswahl, auf die Leistung eines einzelnen Spielers oder auf die gesamte Partie bezieht. Danach entscheidet sich, ob die höchste Finishhöhe selbst, ihre Zuordnung zu einem Spieler oder bei Über/Unter die festgelegte Checkout-Kennzahl samt gesetzter Grenze gewertet wird.
| Variante | Entscheidende Größe |
|---|---|
| Höchstes Checkout eines Spielers | die höchste beendete Restpunktzahl dieses Spielers |
| Höchstes Checkout der Partie | die höchste beendete Restpunktzahl aller beteiligten Spieler |
| Spieler mit dem höchsten Checkout | der Spieler mit dem höchsten Checkout |
| Über/Unter auf die Checkout-Höhe | die festgelegte Checkout-Kennzahl im Verhältnis zur gesetzten Grenze |
Bei Über/Unter gewinnt Über oberhalb der festgelegten Grenze und Unter unterhalb. Die Linien sind hier in der Regel so gelegt, dass kein Unentschieden bzw. Push entstehen kann. Die höchste Linie ist daher Über 169,5, da 170 das höchste Drei-Dart-Finish ist. Dafür gibt es natürlich auch die höchsten Quoten, da ein 170er-Finish sehr anspruchsvoll ist und drei perfekte Darts verlangt.
Die wichtigsten Statistiken für Checkout Wetten
Zu jedem Profispieler liegen Zahlen vor, die genau eine Checkout-Frage beantworten, und daneben Zahlen, die bei diesem Thema in die Irre führen. Die Übersicht ordnet die gängigen Werte danach, welche Wette sie tragen.
| Statistik | Was sie misst | Wofür sie taugt |
|---|---|---|
| Doppelquote | den Anteil der genutzten Finishchancen | die Sicherheit auf Doppelfeldern |
| Höchstes Checkout | den einen höchsten beendeten Rest im Zeitraum | einen Bestwert, keinen Erwartungswert |
| 100+ Checkouts, absolut und pro Match | wie oft ein Spieler dreistellig ausmacht | die Verwertung von hohen Checkouts |
| Durchschnittlich höchstes Checkout je Auftritt | die mittlere Höhe des besten Finishes | Über/Unter auf die Checkout-Höhe |
| Bilanz des höheren Checkouts gegen den Gegner | wie oft ein Spieler den Gegner überboten hat | Spieler mit dem höchsten Checkout |
| 3-Dart-Average und First-9-Average | das Scoring-Tempo | die Höhe des Restes, der am Ende offen bleibt |
| Gewonnene Legs bei eigenem Anwurf | wer die Legs beendet | die Zahl der eigenen Finishgelegenheiten |
Die Checkout-Quote ist der am häufigsten falsch verwendete Wert. Sie zählt genutzte Chancen und wird von den kleinen Doppeln dominiert, auf die ein Spieler am häufigsten wirft. Über die Höhe eines Finishes sagt sie nichts. Dafür zählt, wie oft ein Spieler überhaupt dreistellig ausmacht, und das messen die 100+ Checkouts pro Match. Trotzdem ist ein Spieler, der sicher auf die Doppelfelder ist, direkt ein besserer Kandidat für Checkout Wetten.
Beim Scoring zeigen die Werte in dieselbe Richtung. Ein dreistelliges Checkout führt praktisch immer über mindestens ein Triple, und das höchstmögliche Finish von 170 verlangt zwei Triple 20 und das Bullseye. Genau diese Triple trifft der Spieler mit hohem Average und vielen 180ern am zuverlässigsten, und er erreicht den dreistelligen Bereich mit einer großen Aufnahme, statt sich in kleinen Schritten hindurchzuarbeiten. Average, First-9-Average und 180er pro Leg sprechen deshalb für ein hohes Checkout. Ein Spieler muss den dreistelligen Rest allerdings auch stehen lassen: Wer seine Legs regelmäßig von 40 oder darunter beendet, gewinnt Legs, ohne ein hohes Checkout zu werfen.
Beim Zeitraum lohnt der Blick auf die Gewichtung. Die Professional Darts Corporation zieht für ihren Formvergleich die letzten 200 Legs heran und wertet die Checkout-Raten danach, ob ein Leg nach vier bis sieben Aufnahmen beendet wurde. Der Wert hängt damit auch am Spieltempo, in dem die Chancen zustande kamen. Über die Höhe eines einzelnen Finishes steht darin nichts, und daraus folgt die erste Auswahlregel: Eine Checkout-Statistik passt nur dann zu deiner Wette, wenn sie dieselbe Checkout-Frage und ein vergleichbares Matchformat abbildet.
Denkfehler bei Checkout Wetten vermeiden
Ein Spieler mit der besten Checkout-Quote eines Turniers muss kein einziges hohes Finish geworfen haben. Genau aus dieser Lücke entstehen die häufigsten Fehlschlüsse, weil zwei Kennzahlen, die verschiedene Dinge messen, als eine behandelt werden und weil aus einer Handvoll Legs ein Urteil über die Finishstärke wird. Dazu kommt der Blick nach hinten. Eine hohe Finishhöhe aus der Vergangenheit sagt für sich genommen nichts darüber, worauf die aktuelle Wettvorgabe zielt, denn diese kann eine andere Kennzahl und einen anderen Bezug haben als der Rekordwert, an den du dich erinnerst.
- Checkout-Quote und höchstes Checkout gleichsetzen. Die Checkout-Quote misst, wie oft ein Spieler seine Finishchancen nutzt, das höchste Checkout dagegen eine einzelne Finishhöhe.
- Aus wenigen Legs auf die Finishstärke schließen. Der Formvergleich über 200 Legs zeigt, über wie viele Legs ein solches Urteil überhaupt gebildet wird. Eine allgemeine Mindestzahl folgt daraus nicht, aber die Warnung vor dem Urteil aus einem Abend.
- Daten aus ungleichen Matchformaten zusammenlegen. Ein Reststand von 41 kann in zwei Darts fallen, in drei Darts fallen oder in der Aufnahme offen bleiben, und derselbe Spieler kommt in einem langen Match auf mehr Versuche als in einem kurzen. Korrektur: Nur Formate vergleichen, die dieselbe Zahl möglicher Legs zulassen.
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