Luke Littler - William O'Connor Tipps und Prognose

Luke Littler - William O'Connor - Tipps

Die European Darts Championship ist einer der wenigen großen Titel, die Luke Littler noch nicht gewonnen hat. In der Westfalenhalle kam er bisher nie über das Achtelfinale hinaus, und diesmal reist er nach zwei Niederlagen bei großen Turnieren im September und ohne Partie auf der Tour seit dem 28. September nach Dortmund. William O'Connor hat dagegen am vergangenen Wochenende in Maastricht Michael van Gerwen aus dem Turnier geworfen. Am Freitagabend beginnt gegen den Iren Littlers dritter Anlauf auf den Titel in Dortmund.

Littler gegen O'Connor in Dortmund: Modus und Ausgangslage

Bei der European Darts Championship spielen nur die 32 Spieler, die auf der European Tour 2026 das meiste Preisgeld gewonnen haben, und gesetzt wird genau nach dieser Rangliste. Littler hat in diesem Jahr nur drei Turniere der European Tour gespielt und zwei davon gewonnen. Das reicht für Platz 11, O'Connor steht auf Platz 22. Deshalb trifft der Weltranglistenerste schon zum Auftakt auf einen Spieler, der in der Weltrangliste der PDC auf Platz 32 geführt wird.

Die Partie ist die fünfte der Abend-Session am Freitag, 23. Oktober, die um 19:00 Uhr beginnt. Gespielt wird Best of 11 Legs: Wer zuerst sechs Legs gewinnt, ist weiter, eine Partie dauert also sechs bis elf Legs. Der Sieger spielt am Samstagabend im Achtelfinale gegen Nathan Aspinall oder Cristo Reyes.

In Dortmund hat Littler bisher wenig gewonnen. 2024 verlor er sein erstes Spiel 4:6 gegen Andrew Gilding, im vergangenen Jahr gewann er 6:1 gegen Raymond van Barneveld und schied dann im Achtelfinale 7:10 gegen James Wade aus. O'Connor ist zum ersten Mal seit 2020 dabei, damals erreichte er das Viertelfinale und verlor dort 4:10 gegen Wade.

Luke Littler: Stärken und Schwächen vor der Europameisterschaft

Im Scoring ist Littler seinem Gegner klar überlegen. In seinen Partien über Best of 11 seit August warf er im Schnitt 99,25 Punkte, O'Connor kommt auf 93,29. Von diesen 14 Partien gewann er 13, zwei davon 6:0. Sein bestes Wochenende hatte er Anfang September in Prag: 6:0 gegen Danny Noppert mit 102,48 Punkten im Schnitt, 7:3 gegen Michael van Gerwen mit 106,64 und einem 167er Finish, im Finale dann 8:6 gegen Luke Humphries. Über die vergangenen zwölf Monate hat er 21 Finishes von 140 oder mehr gespielt, achtmal die 170.

Seit diesem Titel hat Littler kein Turnier mehr gewonnen. Bei den World Series of Darts Finals in Amsterdam verlor er das Viertelfinale 4:10 gegen Jonny Clayton und traf dabei nur vier von 21 Darts auf ein Double. Auch in den beiden Runden davor lag seine Checkout-Quote nur bei 30 und 31 Prozent. Beim World Grand Prix schied er in der ersten Runde 1:2 nach Sätzen gegen Luke Woodhouse aus, und Anfang Oktober verlor er bei der World Youth Championship das Halbfinale 5:6 gegen Cam Crabtree. Die beiden Players Championships Ende September sowie die Turniere der European Tour in Basel und Maastricht ließ er aus. Bis Freitag liegen 18 Tage ohne Partie hinter ihm.

Datum

Turnier

Runde

Ergebnis

Average

Checkout-Quote

28.09.2026

World Grand Prix

1. Runde

1:2 Sätze gegen Luke Woodhouse

82,41

37,50 %

20.09.2026

World Series of Darts Finals

Viertelfinale

4:10 gegen Jonny Clayton

95,85

19,05 %

19.09.2026

World Series of Darts Finals

Achtelfinale

10:9 gegen Nathan Aspinall

98,07

31,25 %

18.09.2026

World Series of Darts Finals

1. Runde

6:4 gegen Danny Noppert

98,20

30,00 %

06.09.2026

Czech Darts Open

Finale

8:6 gegen Luke Humphries

95,25

42,11 %

William O'Connor: Form vor Dortmund und seine Schwächen am Double

O'Connor hat seit August 17 seiner 25 Partien über Best of 11 gewonnen, und auch seine Niederlagen waren meistens eng. Bei der Czech Darts Open schlug er Ryan Searle 6:4 und Josh Rock 6:5, bevor er im Viertelfinale 3:6 gegen Humphries verlor. Bei einem Players Championship im September kam er bis ins Halbfinale und unterlag dort Gian van Veen 5:7. In Maastricht gewann er 6:5 gegen van Gerwen mit 101,83 Punkten im Schnitt und spielte dabei drei Finishes über 100: 136, 131 und im letzten Leg 121 über das Bull.

An guten Tagen hält sein Scoring mit der Spitze mit. In Basel spielte er gegen Ross Smith 103,93 Punkte im Schnitt und verlor trotzdem 4:6. Im Achtelfinale von Maastricht gegen Woodhouse saßen nur vier von 14 Darts auf ein Double, wieder hieß es 4:6. Über Best of 11 trifft O'Connor seit August 37,46 Prozent seiner Darts auf ein Double, Littler 39,34 Prozent. Gegen die stärksten Spieler fehlt ihm deshalb oft das letzte Stück: Gegen Littler, Humphries, Ross Smith, Woodhouse und van Veen verlor er seit August jede Partie, deutlich aber nur einmal, beim 2:6 gegen Ross Smith.

Datum

Turnier

Runde

Ergebnis

Average

Checkout-Quote

18.10.2026

Dutch Darts Championship

Achtelfinale

4:6 gegen Luke Woodhouse

94,20

28,57 %

17.10.2026

Dutch Darts Championship

2. Runde

6:5 gegen Michael van Gerwen

101,83

54,55 %

16.10.2026

Dutch Darts Championship

1. Runde

6:2 gegen Richard Veenstra

89,56

46,15 %

10.10.2026

Swiss Darts Trophy

2. Runde

4:6 gegen Ross Smith

103,93

40,00 %

09.10.2026

Swiss Darts Trophy

1. Runde

6:1 gegen Jani Haavisto

92,95

37,50 %

Das bisher einzige Duell zwischen Littler und O'Connor

Littler und O'Connor haben erst einmal gegeneinander gespielt, am 25. August in der Runde der letzten 32 eines Players Championship. Littler gewann 6:3 mit 95,27 Punkten im Schnitt, O'Connor kam auf 89,56. Am Double waren beide nicht sicher: Littler traf sechs von 18 Darts, O'Connor drei von zehn. Das höchste Finish der Partie spielte Littler mit 86 Punkten.

Wett-Tipps zu Littler gegen O'Connor

Luke Littler – William O'Connor

European Darts ChampionshipsWestfalenhalle, Dortmund
Sieg William O'Connor +3,5 Legs
Quote: 1,68
Höchstes Finish über 115,5 Punkte
Quote: 1,85
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Tipp 1: Sieg William O'Connor +3,5 Legs

Mit diesen dreieinhalb Legs Vorsprung darf O'Connor die Partie verlieren, solange er mindestens drei Legs holt. Genau das hat er seit August fast immer geschafft: Von seinen 25 Partien über Best of 11 verlor er nur eine mit mehr als drei Legs Rückstand, das 2:6 gegen Ross Smith Ende August. Seitdem kamen 17 Partien, und in keiner davon lag er am Ende weiter als drei Legs zurück, auch nicht gegen Humphries, Woodhouse oder Ross Smith.

Littler gewinnt viel, aber selten mit vier oder mehr Legs Vorsprung. Ein 6:0, 6:1 oder 6:2 gelang ihm seit August in vier seiner 14 Partien über Best of 11, darunter das 6:0 gegen Noppert in Prag und das 6:0 gegen Chris Dobey. Über die vergangenen zwölf Monate wäre der Tipp in 47 von 67 seiner Partien über diese Distanz aufgegangen. Auch das einzige Duell der beiden endete 6:3 und damit innerhalb der Vorgabe.

Dazu kommt Littlers Lage vor diesem Turnier. Er hat seit dem Titel in Prag kein Turnier mehr gewonnen, an den Doubles in Amsterdam viele Legs liegen lassen und seit Ende September keine Partie mehr auf der Tour gespielt. In Dortmund hat er in zwei Teilnahmen nur eines von drei Spielen gewonnen.

Gegen den Tipp spricht der Abstand im Scoring. Littler wirft seit August knapp sechs Punkte mehr pro Aufnahme als O'Connor, und wenn er seinen Rhythmus findet, kann eine Partie wie das 6:0 gegen Noppert schnell vorbei sein. Zwischen Februar und August verlor O'Connor auch mehrere Partien deutlich, etwa 1:6 gegen Rock und 0:6 gegen Reyes. Die letzte dieser Niederlagen liegt aber fast zwei Monate zurück, seitdem hält er auch gegen die Spitze mit.

O'Connor verliert gegen starke Gegner knapp, trifft in engen Legs große Finishes und kommt mit dem Sieg über van Gerwen frisch aus Maastricht. Um diese Handicap-Wette zu kippen, müsste Littler ihn so deutlich schlagen, wie es seit August nur Ross Smith ein einziges Mal gelungen ist.

Tipp 2: Höchstes Finish über 115,5 Punkte

Am Wochenende in Maastricht checkte O'Connor in zwei Partien hintereinander über dieser Linie aus, 136 gegen van Gerwen und 134 gegen Woodhouse. Für diese Wette reicht ein einziges Finish von 116 oder mehr in der ganzen Partie, und es spielt keine Rolle, ob es O'Connor oder Littler wirft.

In O'Connors Partien über Best of 11 seit August lag das höchste Finish in zwölf von 25 Spielen bei 116 oder mehr. Auf der European Tour liegt der Anteil über die vergangenen zwölf Monate noch höher, dort fiel in 18 seiner 32 Partien ein Finish über der Linie, 15-mal warf O'Connor es selbst. Dreimal checkte er in diesem Zeitraum die 170 aus.

Littler trägt seinen Teil dazu bei. In seinen neun Partien auf der Tour seit Anfang September fiel fünfmal ein Finish von 116 oder mehr, viermal checkte er selbst so hoch aus, darunter die 167 gegen van Gerwen und die 152 gegen Noppert.

Schwächer fallen Littlers Partien über Best of 11 seit August aus: Nur in vier von 14 Spielen fiel ein so hohes Finish, und im einzigen Duell der beiden war bei 86 Schluss. Über alle Partien beider Spieler über diese Distanz liegt die Linie etwa in jeder zweiten Partie. Kurze Spiele drücken den Wert: Bei O'Connor fiel in Partien mit sechs oder sieben Legs nur in neun von 23 Fällen ein Finish von 116 oder mehr.

Eine kurze Partie ist hier aber nicht zu erwarten, wenn O'Connor wie im ersten Tipp angenommen mindestens drei Legs holt. Dann dauert das Spiel neun Legs oder länger, und mit jedem Leg bekommt vor allem O'Connor eine weitere Gelegenheit für eines der großen Finishes, die er in Maastricht gleich zweimal gezeigt hat.

Spielprognose und Fazit

Littler geht als klarer Favorit in diese Partie. Er hat das bessere Scoring, gewinnt seit August fast jede Partie über diese Distanz und spielt in Dortmund um einen Titel, den er noch nie gewonnen hat. Seit Prag hat er aber bei großen Turnieren zweimal verloren und an den Doubles zu viel liegen lassen.

O'Connor kommt mit dem Sieg über van Gerwen aus Maastricht und hat seit August kaum eine Partie deutlich verloren. Wir erwarten, dass er Littler über die volle Distanz fordert und mehrere Legs mitnimmt, Littler sich am Ende aber durchsetzt. Unsere Prognose lautet 6:4 für Littler.

Geschrieben von

Mark Jennes

Redaktion

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