World Series of Darts Finals Wetten 2026: Tipps, Prognose und Quoten

Darts World Series Finals - Tipps - Prognose

Bei den World Series of Darts Finals 2026 in Amsterdam geht Luke Littler als gesetzter Hauptfavorit an das Oche. Hinter ihm stehen der Rekordsieger des Turniers und alle weiteren Champions der letzten fünf Jahre in einem Feld von 32 Spielern. Das Turnier wird an vier Tagen im K.-o.-Format ausgespielt. Wer auf den Turniersieg oder auf einzelne Partien wetten will, muss deshalb zwei Dinge auseinanderhalten: ob Littler wirklich so klar vorne liegt, wie seine Favoritenrolle nahelegt, und an welcher Stelle des viertägigen Turniers eine Partiewette mehr Sinn ergibt als die Langzeitwette auf den Turniersieger. Beides hängt am Aufbau des Turniers.

Wettanbieter für die World Series of Darts Finals

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Der Aufbau der World Series of Darts Finals

Die World Series of Darts Finals 2026 werden vom 17. bis 20. September im AFAS Live in Amsterdam gespielt. Die erste Runde läuft am Donnerstag und Freitag, die zweite Runde in zwei Samstagssessions. Am Sonntag folgen nachmittags die Viertelfinals und abends die Halbfinals und das Finale. Der Titelträger spielt also drei Partien an einem Tag, davon zwei am Abend hintereinander.

Die Auslosung führt alle 32 Spieler in 16 Partien der ersten Runde. Niemand erhält ein Freilos, auch keiner der acht gesetzten Spieler. Für die Turniersiegerwette heißt das: Jeder Favorit muss die kürzeste Distanz des Turniers am Donnerstag oder Freitag überstehen, bevor die längeren Matches beginnen. Dort wird immer im Best-of-11-Legs-Format gespielt. Wer Littler oder einen anderen Spieler aus der Spitze für den Titel wählt, kauft dieses Risiko mit ein. Für Partiewetten bietet genau diese erste Runde die meisten Ansatzpunkte, weil dort 16 Paarungen an zwei Tagen stehen und die kurze Distanz Überraschungen begünstigt.

Das Turnier ist eine reine K.-o.-Veranstaltung: erste Runde, Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, Finale. Eine Niederlage beendet den Turnierweg sofort, ein schwacher Tag lässt sich nicht ausgleichen. Deshalb hängt jede Turniersiegerwette an fünf einzelnen Partien, und jede dieser Partien ist zugleich ein eigener Gegenstand für eine Partiewette.

Wie sich das Teilnehmerfeld der World Series Finals 2026 zusammensetzt

Ins Feld kommen 32 Spieler auf drei Wegen. 24 Plätze gehen an Spieler der abschließenden World-Series-Rangliste, vier an noch nicht qualifizierte Spieler der PDC-Rangliste und vier an Tour-Card-Qualifikanten aus dem Qualifikationsturnier. Die World-Series-Rangliste sammelt Punkte aus den internationalen World-Series-Events; 2026 waren das vor den Finals sechs Stationen: Bahrain, Saudi-Arabien, Dänemark, USA, Neuseeland und Australien.

Acht Spieler sind gesetzt, die übrigen 24 stehen ungesetzt in der Auslosung. Ein deutscher Spieler ist bei den Finals 2026 nicht dabei.

Für Wetten ist der Weg eines Spielers ins Feld ein brauchbarer erster Filter. Wer über die World-Series-Rangliste kommt, hat in dieser Saison bei den internationalen Stationen Punkte geholt und kennt das Format. Die vier Spieler aus der PDC-Rangliste stehen dort weit genug oben für einen Platz, haben aber nicht zwingend World-Series-Ergebnisse aus 2026 vorzuweisen. Die vier Qualifikanten haben sich über ein Turnier hineingespielt. In der Liste der Titelquoten weiter unten steht die Spitze vor allem aus Spielern, die 2026 bei World-Series-Stationen einen Titel oder ein Finale erreicht haben.

Titelquoten für die World Series of Darts Finals

Die folgenden Titelquoten stammen vom Wettanbieter N1Bet.

Spieler

Titelquote

Luke Littler

1.57

Luke Humphries

8.50

Gerwyn Price

17.00

Wessel Nijman

17.00

Michael van Gerwen

21.00

Jonny Clayton

23.00

Gian van Veen

23.00

Chris Dobey

23.00

Ross Smith

26.00

Stephen Bunting

26.00

Nathan Aspinall

26.00

Rob Cross

29.00

Josh Rock

29.00

James Wade

34.00

Kevin Doets

34.00

Ryan Searle

41.00

Damon Heta

51.00

Jermaine Wattimena

51.00

Callan Rydz

81.00

Danny Noppert

101.00

Die Liste zerfällt in klar erkennbare Gruppen. Ganz oben steht Luke Littler allein, mit großem Abstand zu allen anderen. Luke Humphries folgt als einziger zweiter Favorit, bevor mit Gerwyn Price, Wessel Nijman, Michael van Gerwen, Jonny Clayton, Gian van Veen und Chris Dobey eine enge Gruppe beginnt, in der die Quoten nur wenige Punkte auseinanderliegen. Dahinter reihen sich Ross Smith, Stephen Bunting, Nathan Aspinall, Rob Cross, Josh Rock, James Wade, Kevin Doets und Ryan Searle ein, allesamt Spieler, denen ein Halbfinale zugetraut wird, aber kaum der Titel. Ab Damon Heta und Jermaine Wattimena beginnt der Bereich der klaren Außenseiter.

Auffällig ist, wie stark diese Einstufung von den Ergebnissen der World Series 2026 abweicht. Van Gerwen holte in dieser Saison zwei Titel und drei Finals, mehr als jeder andere Spieler im Feld, steht aber erst in der dritten Gruppe. Humphries erreichte mit einem Titel und zwei Finals dieselbe Bilanz wie Littler und ist trotzdem weit hinter ihm eingestuft. James Wade gewann 2026 eine Station und stand in einem Finale, wird aber niedriger bewertet als Spieler ohne Titel in dieser Saison. Die Quoten bilden also nicht die World-Series-Saison ab, sondern die Gesamteinschätzung der Spieler; wer die Saison höher gewichtet, findet die interessanten Abweichungen in der engen Gruppe hinter Humphries und bei den Titelträgern weiter unten.

Wer ist der Favorit auf die World Series of Darts Finals?

Littler geht als gesetzter Spieler und als klarer Favorit in Amsterdam an das Oche, und der Grund dafür liegt weniger auf der World Series als bei den Majors. 2026 hat er bislang jeden großen Einzeltitel gewonnen, der vergeben wurde: die Weltmeisterschaft, die er als Titelverteidiger gegen Gian van Veen erfolgreich verteidigte, die World Masters, die UK Open, die Premier League nach einem 10:9 gegen Gerwyn Price am Finalabend und das World Matchplay, wo er Price im Finale mit 18:9 schlug und mit einem Schnitt von über 111 Punkten einen Rekord für ein Matchplay-Finale aufstellte. Dazu kommt der World Cup an der Seite von Luke Humphries. Er ist die Nummer eins der Weltrangliste, und das nicht ohne Grund.

Auf der World Series fällt seine Bilanz dagegen bescheidener aus: ein Titel bei den Saudi Arabia Darts Masters und ein Finale bei den US Darts Masters, das er gegen Humphries verlor. Michael van Gerwen hat auf dieser Bühne 2026 mehr gewonnen als Littler. Für die Turniersiegerwette zählt aber, wer über ein langes Wochenende mit Distanzen bis elf Legs am verlässlichsten spielt, und da spricht die Majors-Saison eine eindeutige Sprache. Littler hat die Finals 2024 gewonnen, 2025 ging der Titel an van Gerwen. Wer auf ihn wettet, sollte sich bewusst sein, dass der Preis dafür ein Gewinn von deutlich weniger als dem Einsatz ist, während der Turnierweg keine einzige Runde erspart und die erste Runde über sechs Legs auch den Spieler der Saison nicht schützt.

Die Außenseiter bei den World Series of Darts Finals

Hinter Littler kommen die Spieler infrage, deren Gesamtjahr stärker ist, als ihre Titelquote vermuten lässt, und denen der Turnierweg bis zum Sonntag über die langen Distanzen zuzutrauen ist. Die World-Series-Ergebnisse sind dabei nur ein Baustein; wichtiger ist, wie diese Spieler bei den Majors und auf der ProTour gespielt haben.

Luke Humphries ist der zweite Favorit und der einzige Spieler, der Littler 2026 in den großen Finals regelmäßig gegenüberstand. Er verlor die Endspiele der World Masters und der Premier League gegen ihn, gewann mit ihm den World Cup und ist die Nummer zwei der Weltrangliste. Dazu kommen sechs Turniersiege in diesem Jahr, darunter die Belgian Darts Open, die US Darts Masters mit einem Finalsieg über Littler und drei Players-Championship-Titel, zuletzt Ende August. Wer einen Spieler sucht, der Littler über elf Legs schlagen kann, findet in der Tabelle keinen besseren Kandidaten.

Michael van Gerwen ist der Titelverteidiger, mit sechs Titeln Rekordsieger dieses Turniers und mit zwei Titeln und drei Finals der erfolgreichste Spieler der World-Series-Saison 2026. Sein übriges Jahr sieht anders aus: Er gewann den ersten Abend der Premier League, holte aber bislang keinen ProTour-Titel und schied bei den Players Championships wiederholt früh aus. Seine Titelquote bildet genau dieses Bild ab, einen Spieler, der auf der Bühne der World Series noch gewinnt, aber im Wochenrhythmus der Tour nicht mehr durchgängig dominiert. Für Amsterdam spricht, dass die Finals dem Format der World Series entsprechen, bei dem er 2026 am besten abgeschnitten hat.

Gerwyn Price hat 2026 zwei Abende der Premier League gewonnen, den Finalabend erst mit 9:10 gegen Littler verloren und stand im Finale des World Matchplay. Dazu kommt ein World-Series-Finale in dieser Saison, und er ist der Sieger der Finals von 2022. Von allen Spielern hinter Humphries hat er hat er die meisten Endspiele gegen Littler gespielt, auch wenn er wenige davon gewonnen hat.

Jonny Clayton, Sieger der Finals von 2021, gewann 2026 die World-Series-Station in Neuseeland, stand im Halbfinale der Premier League und schlug dort unter anderem Humphries und Josh Rock. Gian van Veen ist der jüngste Name in dieser Gruppe: Er erreichte 2026 das Finale der Darts WM gegen Littler, das Halbfinale der World Masters bei seinem Debüt und am ersten Abend der Premier League das Finale gegen van Gerwen. Auf der World Series stand er in einem Finale. Wer einen Spieler ohne Major-Titel, aber mit Erfahrung in langen Partien gegen die Spitze sucht, landet bei ihm.

Die Distanz der Runden bei den World Series of Darts Finals

In der ersten Runde gewinnt, wer zuerst sechs Legs holt. Im Achtelfinale und Viertelfinale sind zehn Legs nötig, im Halbfinale und im Finale elf. Die Distanz wächst also im Turnierverlauf fast auf das Doppelte.

Die erste Runde ist damit die gefährlichste Stelle für jeden Favoriten. Sechs Legs reichen, ein Außenseiter braucht nur eine kurze starke Phase, und ein einziges verworfenes Leg auf eigenen Anwurf kann die Partie drehen. Für Partiewetten auf Außenseiter ist das die Runde mit dem besten Verhältnis aus Quote und realer Chance. Für die Turniersiegerwette auf Littler oder Humphries ist es die Runde, in der die meiste Unsicherheit steckt.

Ab dem Achtelfinale kippt das Bild. Zehn und elf Legs geben dem konstanteren Spieler Zeit, einen schwachen Beginn aufzuholen. Ein Dark Horse, der über die kurze erste Runde gekommen ist, muss ab Samstag über die längere Distanz bestehen. Wer Dark Horses für den Titel wählt, sollte deshalb Spieler nehmen, die in längeren Formaten bereits Titel gewonnen haben, wie van Gerwen, Price oder Clayton, statt reine Sprinter über sechs Legs.

Die Setzung von acht Spielern verändert an den Distanzen nichts und spart niemandem eine Runde, weil es keine Freilose gibt. Ihr Vorteil liegt allein in der Position in der Auslosung. Der gesetzte Favorit spielt trotzdem dieselbe kurze erste Runde wie ein Qualifikant.

Titelträger seit 2021 und die Entwicklung des Turniers

Die letzten fünf Ausgaben gingen an vier verschiedene Spieler: 2021 Jonny Clayton, 2022 Gerwyn Price, 2023 Michael van Gerwen, 2024 Luke Littler und 2025 erneut van Gerwen. Alle vier stehen 2026 im Feld. Das Turnier hat sich zuletzt also nicht an einen einzelnen Spieler gebunden, aber die zwei Titel van Gerwens in drei Jahren zeigen, dass ein Rekordsieger dieses Format auch nach seinen besten Jahren gewinnen kann.

Van Gerwen hält mit sechs Titeln den Rekord und gewann 2015, 2016, 2017, 2019, 2023 und 2025. Die Erstaustragung 2015 hatte 24 Teilnehmer, acht gesetzte und 16 weitere qualifizierte Spieler. Ab 2024 spielen 32 Spieler, 2025 blieb es bei 32. Für Wetten ist dieser Schritt relevant: Die acht gesetzten Spieler stehen seit 2024 einer Auslosung mit 24 statt 16 ungesetzten Spielern gegenüber, und alle 32 beginnen in der ersten Runde. Das größere Feld bedeutet mehr Partien vor dem Sonntag und damit mehr Stellen, an denen ein Favorit scheitern kann.

Für die Einordnung der Favoriten 2026 ergibt sich daraus zweierlei. Littlers Quote von 1.57 verlangt von ihm, ein Feld zu schlagen, in dem die Sieger aller fünf letzten Ausgaben stehen. Und van Gerwen, Price und Clayton sind die einzigen Spieler im Feld, die dieses Turnier schon gewonnen haben und dennoch weit hinter dem Favoriten eingestuft sind.

Geschrieben von

Mark Jennes

Redaktion

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