Darts Langzeitwetten: Varianten, Turnierformate und Zeitpunkt der Wette
- Wette auf
- TURNIERSIEG
- Gezählt wird
- der Sieger eines Turniers, einer Gruppe oder einer Saison, oder eine Summe über alle Matches
- Beispiel
- Weltmeister: Spieler A
Eine Langzeitwette gilt dem Ausgang eines ganzen Turniers oder einer Saison: dem Weltmeister, dem Ersten einer Gruppe beim Grand Slam of Darts, dem Sieger der Premier League oder der Zahl aller 180er einer WM. Bei Darts Langzeitwetten auf den Turniersieger entscheidet das Format, was dein Spieler leisten muss. Bei der WM beginnt seit 2025/26 jeder in Runde eins und braucht sieben Siege, bei der UK Open steigen die 32 Besten erst in Runde vier ein, und auf der European Tour geht jedes Match bis zum Viertelfinale nur über Best of 11 Legs. Auch der Zeitpunkt deines Tipps zählt, denn nicht vor jedem Turnier steht das Feld früh fest.
Wann ist eine Langzeitwette entschieden?
Darts Langzeitwetten halten deinen Einsatz fest, bis ein ganzes Turnier oder ein vorher bestimmter Abschnitt ausgespielt ist. Wie weit dieser Weg sein kann, siehst du an der PDC-WM. Seit der Ausgabe 2025/26 steigen dort alle 128 Spieler in Runde eins ein, Freilose für die Gesetzten gibt es nicht mehr. Der spätere Weltmeister gewinnt deshalb sieben Matches: vier Runden, dann Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Die Distanz wächst dabei stufenweise: In den ersten beiden Runden reichen drei gewonnene Sätze, in der dritten und vierten braucht ein Spieler vier, im Viertelfinale fünf, im Halbfinale sechs und im Finale sieben.
Luke Littler ist diesen Weg 2025/26 bis zum Ende gegangen und hat im ganzen Turnier nur vier Sätze abgegeben; das Finale am 3. Januar 2026 gewann er 7:1 gegen Gian van Veen. Für eine Wette auf ihn als Weltmeister zählte von alldem nur, dass er kein Match verlor. Ein abgegebener Satz in einem gewonnenen Match ändert an dieser Wette nichts, eine einzige Niederlage in irgendeiner Runde beendet sie. Eine Wette auf eine Summe über das Turnier, etwa auf alle 180er der WM, läuft dagegen weiter, egal wer vorher ausscheidet: Sie ist erst mit dem letzten Leg des Finales entschieden.
Welche Darts Langzeitwetten gibt es?
Darts Langzeitwetten unterscheiden sich darin, worauf sie sich beziehen: auf den Sieger des ganzen Turniers, auf den Sieger eines Abschnitts oder auf eine Summe, die über alle Matches zusammenkommt. Davon hängt auch ab, wie lange dein Einsatz gebunden ist.
| Wette | Worauf sie sich bezieht | Wann sie entschieden ist |
|---|---|---|
| Turniersieger | der Spieler, der das Finale gewinnt | mit dem Finale, für deinen Spieler schon mit seiner ersten Niederlage |
| Gruppensieger | der Erste einer Gruppe, etwa beim Grand Slam of Darts | wenn die Gruppe ausgespielt ist, vor Beginn der K.-o.-Phase |
| Saisonsieger | der Sieger einer Serie über viele Spielabende, etwa der Premier League | mit dem letzten Abend der Serie |
| Summe über das Turnier | meiste 180er eines Spielers, Gesamtzahl der 180er, 9-Darter, höchstes Checkout | spätestens mit dem letzten Leg des Finales |
Die Wette auf den Turniersieger heißt nicht bei jedem Wettanbieter gleich. Bei einem steht sie etwa als „Sieg“ unter den „WM Siegwetten“, bei einem anderen als „Sieger“ unter den „Zukunftsmärkten“, und dort kann sie auch mit Each Way angeboten sein. Bei Each Way teilt sich dein Einsatz in eine Wette auf den Sieg und eine auf eine Platzierung; welche Platzierung reicht, steht direkt an der Wette. Verliert dein Spieler erst im Finale und zählt der zweite Platz laut dieser Bedingung noch als Platzierung, verlierst du die Wette auf den Sieg und gewinnst die auf die Platzierung. Reizvoll ist das bei einem Außenseiter, dem du ein Halbfinale eher zutraust als den Titel. Bei einem klaren Favoriten steckst du einen Teil des Einsatzes in eine Absicherung, die du nicht brauchst, wenn du ihn wirklich für den Sieger hältst.
Einen Gruppensieger gibt es nur in Turnieren, die mit Gruppen beginnen. Beim Grand Slam of Darts ist das seit 2026 so: 48 Spieler, verteilt auf 16 Gruppen zu je drei, danach geht es im K.-o.-System weiter. Setzt du auf den Sieger einer Gruppe, muss dein Spieler nur in seiner Dreiergruppe vorn liegen; wie weit er danach im Turnier kommt, spielt für deine Wette keine Rolle mehr.
Am längsten wartest du beim Saisonsieger der Premier League. In der Saison 2026 spielten dort acht Spieler an 16 Abenden, jeder Abend mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale, alle über Best of 11 Legs. Wer einen Abend gewann, bekam fünf Punkte für die Tabelle, und die besten vier spielten am Ende die Finals Night. Zwischen dem ersten Abend am 5. Februar und der Finals Night am 28. Mai lagen genau 16 Wochen, so lange war ein Einsatz auf den Saisonsieger gebunden. Ein einzelner schwacher Abend kostet deinen Spieler auf diesem Weg nur Punkte. Er muss über die Saison genug davon sammeln, um unter die ersten vier zu kommen, und an der Finals Night dann noch den Titel holen.
Summen über ein Turnier laufen neben der Wette auf den Turniersieger her und sind von ihr unabhängig. Dein Spieler kann in Runde zwei ausscheiden, während deine Wette auf die Gesamtzahl der 180er bis zum Finale offen bleibt. Wie die einzelnen Wettarten funktionieren, steht in den Kapiteln zu 180er Wetten, Checkout Wetten und 9-Darter Wetten.
Wette auf den Turniersieger: Format und Weg zum Titel
Wie viele Matches dein Spieler für den Titel gewinnen muss, in welcher Runde er einsteigt und über welche Distanz jedes Match geht, legt das Format fest. Die großen Turniere der PDC gehen dabei ziemlich verschiedene Wege.
| Turnier | Feld | Einstieg der Gesetzten | Distanz je Match | Siege bis zum Titel |
|---|---|---|---|---|
| WM | 128 Spieler | Runde eins, ohne Freilos | 3 bis 7 gewonnene Sätze | 7 |
| World Matchplay | 32 Spieler | Runde eins | Best of 19 bis Best of 35 Legs, keine Sätze | 5 |
| European Tour (German Darts Grand Prix 2026) | 48 Spieler | Runde zwei | Best of 11 bis Best of 15 Legs | 5 als Gesetzter, 6 ab Runde eins |
Bei der WM entscheidet das Los schon über die erste Runde. Die 32 Gesetzten und die Spieler auf den Plätzen 33 bis 64 der Rangliste werden den 64 übrigen Qualifikanten zugelost, ein Favorit kann also gleich zum Auftakt an einen starken Qualifikanten geraten. Über drei Gewinnsätze hat er in diesem Match wenig Zeit, einen schwachen Start aufzuholen; im Finale über sieben Sätze sieht das anders aus.
Das World Matchplay spielt nur in Legs. In Runde eins braucht ein Spieler zehn davon, in Runde zwei elf, im Viertelfinale 16, im Halbfinale 17 und im Finale 18. Schon das erste Match über Best of 19 Legs ist damit länger als ein Finale auf der European Tour, ein Favorit kann dort also schon zum Auftakt ein paar verlorene Legs wieder wettmachen. Das Feld setzt sich aus zwei Listen zusammen: 16 Gesetzte aus der PDC Order of Merit treffen in Runde eins auf 16 sonst nicht qualifizierte Spieler aus der ProTour Order of Merit, in der nur ein Jahr zählt. Jeder Gesetzte bekommt zum Auftakt also einen Gegner, der sich seinen Platz allein mit den Ergebnissen eines Jahres gesichert hat.
Die UK Open beginnt mit 160 Spielern. Die Inhaber einer Tour Card steigen über die ersten vier Runden verteilt ein, die 32 Besten der Weltrangliste erst in Runde vier. Für sie ist das Turnier bis dahin gar nicht gestartet, während ein Spieler aus Runde eins, der ihnen dort begegnet, schon drei Matches gewonnen hat.
Auf der European Tour, etwa beim German Darts Grand Prix, stehen 48 Spieler im Feld. Die Gesetzten aus der PDC Order of Merit beginnen erst in Runde zwei und brauchen fünf Siege, wer in Runde eins startet, braucht sechs. Bis einschließlich Viertelfinale geht jedes Match über Best of 11 Legs, das Halbfinale über Best of 13 und das Finale über Best of 15. Über elf Legs kann ein einziges Break das Match entscheiden, und ein Gesetzter muss drei solcher Matches überstehen, bevor die Distanz im Halbfinale überhaupt wächst.
Beim World Grand Prix beginnt und endet jedes Leg mit einem Double oder dem Bullseye, also Double In und Double Out. Punkte zählen erst, wenn das erste Double sitzt, und bis dahin kann der Gegner schon ein gutes Stück vorn liegen. Bei diesem Turnier schaust du deshalb zuerst auf die Doubles deines Spielers, noch vor seinem Average; wie beides zusammenhängt, erklärt die Einstiegsseite des Ratgebers.
Setzt du auf einen Außenseiter, der schon in Runde eins antreten muss, hat er einen längeren Weg vor sich als die Gesetzten: auf der European Tour ein Match mehr, bei der UK Open gegenüber den Top 32 sogar drei. Jedes dieser Matches kann deine Wette beenden, bevor die Favoriten überhaupt eingreifen. Bei der WM und beim World Matchplay beginnen dagegen alle in Runde eins.
Den Spieler auswählen: Form, Kennzahlen und frühe Niederlagen
Wie weit ein Spieler in einem Turnier kommt, hängt an seiner Form und am Format, und an Luke Littler siehst du beides. 2025 gewann er sechs der acht Ranglistenturniere im Fernsehen, so viele in einem Jahr hatten vor ihm nur Phil Taylor und Michael van Gerwen geholt. 2026 kamen bis Ende Juli die WM, die UK Open, die Premier League, die Masters und das World Matchplay dazu. Das Finale in Blackpool gewann er 18:9 gegen Gerwyn Price, zum zweiten Mal in Folge.
Bei den Belgian Darts Open 2026 auf der European Tour sah es anders aus. Nach einem 6:2 gegen Boris Krcmar verlor er im Achtelfinale 5:6 gegen Niels Zonneveld, über Best of 11 Legs mit einem einzigen Leg Unterschied. In den kurzen Formaten gewinnen viele verschiedene Spieler: Die ersten 14 Players Championships des Jahres 2024 hatten 14 verschiedene Sieger, und wer dort in Runde eins verlor, spielte im Mittel einen Average von 88,33, knapp drei Punkte mehr als die Verlierer der ersten Runde zehn Jahre zuvor. Ein Favorit trifft in diesen Turnieren also schon zum Auftakt auf Gegner, die ordentlich werfen, und muss auf der European Tour als Gesetzter fünf solcher kurzen Matches überstehen. Im Achtelfinale gegen Zonneveld scheiterte daran derselbe Spieler, der im selben Jahr die WM und das World Matchplay gewann.
Die langen Formate schützen große Namen allerdings auch nicht. Bei der WM 2025/26 gewann Gerwyn Price, Weltmeister von 2020/21, sein erstes Match 3:0 gegen Adam Gawlas und schied in der zweiten Runde mit 0:3 gegen Wesley Plaisier aus. Luke Humphries, Weltmeister von 2023/24, verlor im Viertelfinale 1:5 gegen Gian van Veen, der dabei einen Average von 105,41 spielte. Für Humphries sprach sein Titel, gegen ihn sprach, dass er die letzten vier Duelle mit van Veen alle verloren hatte. Ob dein Spieler im Turnier auf so einen Gegner trifft, entscheidet die Auslosung. Van Veen warf auf dem Weg ins Finale mit Gary Anderson noch einen zweiten früheren Weltmeister hinaus.
Für eine Wette auf den Turniersieger zählt deshalb eine Leistung, die über viele Legs und viele Runden hält. Genau darauf baut der Form Guide der PDC, der die zehn besten Spieler nach ihren letzten 200 gespielten Legs bewertet. Die Kennzahl dahinter heißt OChE, der erwartete Anteil gewonnener Legs auf der Pro Tour. Berechnet wird sie aus den Checkout-Raten eines Spielers nach vier, fünf, sechs und sieben Aufnahmen, gewichtet und ebenfalls über die letzten 200 Legs. Wie früh ein Spieler ein Leg zumacht, hängt daran, wie schnell er punktet und wie sicher er das Double trifft; OChE fasst also beides in einer Zahl zusammen. Zu dieser Form kommt der Weg, den Format und Auslosung deinem Spieler vorgeben. Wie Average und Doubles einzeln zu lesen sind, steht auf der Einstiegsseite.
Auf den Ruf, in großen Momenten zu wachsen oder einzubrechen, gibst du besser wenig. Eine Studie von Marius Ötting und Kollegen hat fast ein Jahr Turnierdaten mit 32.274 Würfen ausgewertet und bei Profis keinen Beleg gefunden, dass sie unter Druck schlechter oder besser werfen. Einen Spieler nur deshalb zu nehmen, weil er als nervenstark gilt, oder einen zu meiden, weil er angeblich auf der großen Bühne einbricht, hat mit diesen Daten wenig Grundlage.
Darts Langzeitwetten auf 180er, 9-Darter und Checkouts
Wer in einem Turnier die meisten 180er wirft, kommt nach der Auswertung der PDC meist bis in die späten Runden, und dort werden mehr Legs gespielt. Jedes zusätzliche Leg bringt weitere Aufnahmen und damit weitere Gelegenheiten für ein Maximum. Ein Spieler, der früh ausscheidet, hat in dieser Wertung kaum eine Chance, auch wenn er bis dahin viele 180er geworfen hat. Deine Wette hängt also an zwei Dingen: wie oft dein Spieler je Leg die 180 wirft und wie viele Legs er im Turnier bekommt.
Vergleichst du zwei Spieler, die unterschiedlich viele Legs gespielt haben, rechnest du die 180er je Leg aus. In der Premier League 2024 fielen 660 180er in 1.106 Legs, beide Spieler zusammengerechnet also rund 0,6 je Leg. Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: Spieler A kommt auf 15 180er in 50 Legs, Spieler B auf 15 in 75 Legs. Die Summe ist gleich, doch A wirft 0,3 je Leg und B 0,2. Bekommt A im Turnier ebenso viele Legs wie B, liegt er klar vorn.
Die PDC wertet 180er als Zeichen dafür, wie konstant ein Spieler punktet, den Ausgang eines Matches sagen sie für sich genommen schlecht voraus. Die Wette auf die meisten 180er und die Wette auf den Turniersieger messen also Verschiedenes. Für die erste brauchst du einen Spieler, der viel punktet und dem du trotzdem einen langen Weg zutraust, weil erst die späten Runden die nötigen Legs bringen. Ob er das Turnier auch gewinnt, ist eine andere Wette.
Die Gesamtzahl der 180er eines Turniers wächst mit der Zahl der Matches. Bei der WM 2019 fielen 880, damals Rekord. Seit 2025/26 spielen 128 Spieler ohne Freilose, das sind 127 Matches, und bei der ersten WM in diesem Format kamen 1.127 180er zusammen, so viele wie bei keiner WM zuvor. Wer seine Erwartung an den WM-Zahlen früherer Jahre ausrichtet, rechnet mit weniger Matches, als heute gespielt werden. Wie eine Wette auf eine solche Grenze aufgebaut ist, erklärt das Kapitel zu Über/Unter Wetten.
Ein 9-Darter bleibt auch bei der WM selten. In der Geschichte des Turniers sind 16 registriert, den ersten warf Raymond van Barneveld im Januar 2009 gegen Jelle Klaasen, im Dezember 2024 gelangen gleich zwei, durch Christian Kist und Damon Heta. Mehr als einen 9-Darter bei der WM haben nur van Barneveld und Adrian Lewis geworfen. Mehr Legs geben einem 9-Darter zwar mehr Gelegenheiten, doch die erste WM mit 128 Spielern blieb 2025/26 trotz 127 Matches ohne. Seit dem ersten im Januar 2009 sind es 16 in 17 Jahren, im Schnitt also weniger als einer pro WM. Wer auf einen 9-Darter im Turnier setzt, wettet auf genau diesen seltenen Fall.
Anders die 170, das höchste Checkout im Darts. Bei der WM 2025/26 wurde sie 17-mal ausgecheckt, dreimal von Gian van Veen und zweimal von Luke Littler, einmal davon im Finale. Das ist im Schnitt eine 170 in jedem siebten bis achten Match. Eine Wette darauf, dass bei der WM eine 170 fällt, hat also eine ganz andere Grundlage als eine auf einen 9-Darter.
Zeitpunkt der Wette: Feld, Auslosung und faire Quote
Bei Darts Langzeitwetten wählst du neben dem Spieler auch den Moment, in dem du setzt. Vor dem Turnier stehen das Format und der Zeitraum fest, für den deine Wette gilt, das Feld und der Weg deines Spielers nicht immer. Vor dem German Darts Grand Prix 2026 sagten sechs Spieler aus den Top 16 der Order of Merit ab, darunter Littler, Humphries und Price, und Nachrücker wie Peter Wright und Ricardo Pietreczko füllten das Feld auf. Wer seinen Tipp vor diesen Absagen abgegeben hatte, schätzte ein Turnier ein, das so nie gespielt wurde. Auf der European Tour setzt du deshalb besser erst, wenn das Feld steht.
Bei der UK Open waren nur die Paarungen der ersten drei Runden vorab ausgelost. Ab dem Ende der dritten Runde wurde nach jeder Runde offen neu gelost, genau dann, wenn die Top 32 einsteigen. Welche Gegner ein Spieler aus der Spitze auf dem Weg zum Titel bekommt, weiß dort vor dem Turnier niemand. Du setzt also auf seine Stärke gegen das ganze Feld, einen Weg durch den Turnierplan kannst du nicht vorab durchgehen.
Die WM läuft über den Jahreswechsel und pausiert vom 24. bis 27. Dezember, das Finale folgt erst nach Silvester. Eine Wette auf den Weltmeister bleibt über diese Pause offen, dein Einsatz ist also bis in den Januar gebunden.
Ob eine Quote zu deinem Tipp passt, rechnest du aus deiner eigenen Einschätzung aus. Der Kehrwert der Wahrscheinlichkeit, die du einem Spieler für den Titel gibst, ist die faire Quote. Bei einer Langzeitwette steckt in dieser Wahrscheinlichkeit der ganze Weg zum Titel, bei der WM also sieben Siege. Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: Traust du einem Favoriten jedes seiner sieben WM-Matches mit 80 Prozent zu, gewinnt er alle sieben nur mit rund 21 Prozent, denn 0,8 hoch sieben ergibt etwa 0,21. Die faire Quote liegt dann bei 1 geteilt durch 0,21, also bei knapp 4,80. Bietet der Wettanbieter 4,50, liegt seine Quote darunter und passt nicht zu deiner Einschätzung. Bei 5,50 liegt sie darüber, dann passt sie.
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