Chris Dobey - Jermaine Wattimena Tipp und Quoten

Chris Dobey und Jermaine Wattimena eröffnen am Dienstagabend den zweiten Tag des World Grand Prix in Leicester. In der Order of Merit trennen die beiden nur zwei Plätze, Dobey ist an Position 15 gesetzt, Wattimena kommt über die Rangliste der Pro Tour. Zwölfmal haben sie bei Turnieren gegeneinander gespielt, achtmal gewann Wattimena. Das einzige Duell über Sätze, beim Masters im Januar, entschied allerdings Dobey mit 3:0. Vor einer Woche standen beide in Den Bosch im Viertelfinale, jetzt geht es mit Double In über zwei Gewinnsätze.
Chris Dobey und seine schwankende Form
Dobey ist 36 Jahre alt, wird „Hollywood“ genannt und steht auf Platz 15 der Order of Merit (Stand: 23. September 2026). Sein größter Titel ist das Masters 2023, dazu kommen zehn Players Championships, drei davon in den vergangenen zwölf Monaten. In diesem Zeitraum spielte er einen Average von 97,40, in der Rangliste von Darts Orakel ist das Platz fünf. Noch deutlicher ist sein Start in die Legs: Die ersten neun Darts wirft er im Schnitt mit 107,72. Mit 602 180ern und 59,28 Prozent gewonnener Legs setzt er seine Gegner vor allem über das Scoring unter Druck. Den eigenen Anwurf bringt er in 70,62 Prozent der Legs durch, gegen den Anwurf des Gegners gewinnt er 47,57 Prozent.
Wie gut das an einem guten Tag funktioniert, zeigte er am 22. September in Den Bosch. Cam Crabtree und Wesley Plaisier schlug er jeweils 6:0, gegen Plaisier mit 112,73. Danach folgten ein 6:1 gegen Maik Kuivenhoven und ein 6:3 gegen Josh Rock mit 106,62. Im Viertelfinale verlor er 5:6 gegen Gian van Veen, obwohl er 100,32 spielte, fünf seiner acht Darts auf ein Double traf und 167 auscheckte. Gegen van Veen verlor Dobey innerhalb von zehn Tagen dreimal, bei der Flanders Darts Trophy im Viertelfinale 3:6 trotz 102,91 und bei den World Series of Darts Finals 2:6 mit nur 83,18. Bei der Hungarian Darts Trophy Ende August war erst im Viertelfinale mit 5:6 gegen Nathan Aspinall Schluss, zuvor hatte er gegen Rock eine 170 ausgecheckt.
Seine Schwäche liegt am Double. Über zwölf Monate checkt er 39,22 Prozent aus, seit August nur noch 37,40 Prozent. Beim World Matchplay im Juli verlor er 11:13 gegen Dirk van Duijvenbode, obwohl ihm 13 180er gelangen, weil er nur 11 von 40 Darts auf ein Double traf. In Antwerpen kam er zweimal weiter, obwohl er nur 6 von 26 und 6 von 23 Darts auf ein Double traf, in Amsterdam waren es zwei von 13. Beim World Grand Prix hat er schon weit gespielt, 2019 bis ins Halbfinale, 2022 und 2023 bis ins Viertelfinale. In den letzten beiden Jahren war jedoch jeweils in der ersten Runde Schluss, 2025 mit 0:2 gegen Cameron Menzies und einem Average von 74,45.
Jermaine Wattimena: Titel im August, zuletzt ohne Sieg gegen die Weltspitze
Wattimena ist 38, kommt aus den Niederlanden und wird „The Machine Gun“ genannt. Er steht auf Platz 17 der Order of Merit und hat sich als Dritter der Rangliste der Pro Tour für Leicester qualifiziert. Ein Major hat er nicht gewonnen, dafür drei Players Championships. Den jüngsten Titel holte er am 25. August in Leicester mit sieben Siegen in Folge, darunter ein 6:5 gegen Luke Littler im Viertelfinale, ein 7:4 gegen Luke Woodhouse und ein 8:6 gegen Kevin Doets im Finale.
Über zwölf Monate liegt sein Average mit 94,15 gut drei Punkte unter dem von Dobey, auch die ersten neun Darts (103,59) und die 180er (442) fallen schwächer aus. Am Double steht er dagegen nicht schlechter da: Seine Checkout-Quote liegt bei 39,04 Prozent und damit gleichauf mit Dobey, seit August kommt er auf 39,23 Prozent. In diesem Zeitraum gewann er 13 von 19 Partien bei Turnieren der PDC und spielte im Schnitt 96,04.
In Den Bosch kam er mit vier Siegen ins Viertelfinale, gegen Ricardo Pietreczko mit 106,74, und verlor dort 2:6 gegen Kevin Doets. Gegen Spieler aus der Weltspitze fehlte ihm zuletzt der entscheidende Schritt. Bei den World Series of Darts Finals unterlag er Luke Humphries 4:6 und traf nur vier von 18 Darts auf Doppelfelder. Bei der Hungarian Darts Trophy verlor er gegen van Veen 3:6 mit drei von 17, beim World Matchplay 7:10 gegen James Wade. Auf der European Tour schied er bei den letzten drei Turnieren vor dem Viertelfinale aus, zuletzt 5:6 gegen Ryan Joyce in Antwerpen. Beim World Grand Prix erreichte er 2019 das Viertelfinale, seine Averages bei diesem Turnier lagen aber nie über 88,85. Im Vorjahr verlor er in der ersten Runde 1:2 gegen Danny Noppert.
Die direkten Duelle: Wattimena führt 8:4
Zwölfmal haben sich die beiden bei Turnieren getroffen, allerdings noch nie beim World Grand Prix. Seit April 2025 gab es fünf Duelle, drei davon gewann Wattimena.
Datum | Turnier | Ergebnis | Average Dobey | Average Wattimena |
|---|---|---|---|---|
28.04.2026 | Players Championship 12, Viertelfinale | 6:3 Wattimena | 98,69 | 104,43 |
29.01.2026 | Masters 2026, Letzte 32 | 3:0 Sätze Dobey | 99,36 | 89,73 |
15.10.2025 | Players Championship 32, Viertelfinale | 6:5 Wattimena | 100,24 | 100,34 |
07.09.2025 | European Tour 11, Letzte 32 | 6:2 Wattimena | 92,97 | 95,06 |
15.04.2025 | Players Championship 14, Letzte 32 | 6:5 Dobey | 95,41 | 100,68 |
Wattimena hat Dobey fast immer über das Scoring geschlagen. In allen acht Siegen hatte er den höheren Average, dreimal lag er über 104, am höchsten mit 111,07 im März 2025. Auch das letzte Duell Ende April gewann er 6:3 mit 104,43, während Dobey nur drei von elf Darts auf ein Double traf. Seit September 2025 steht es in den Duellen 3:1 für Wattimena.
Die Ausnahme ist die einzige Partie über Sätze und zugleich die einzige bei einem Major. Beim Masters im Januar gewann Dobey 3:0, spielte 99,36 gegen 89,73 und traf sechs von elf Darts auf ein Double. Alle übrigen Duelle liefen über Legs, bei der Players Championship oder auf der European Tour.
Der Wett-Tipp zu Dobey gegen Wattimena
Chris Dobey – Jermaine Wattimena
- Sieg Chris Dobey
- Quote: 1,55
Sieg Chris Dobey. Die Wette gewinnt bei einem 2:0 oder 2:1 in Sätzen für Dobey. Für ihn spricht vor allem das Scoring. Über zwölf Monate liegt er im Average mehr als drei Punkte vor Wattimena, die ersten neun Darts wirft er mit 107,72 gegen 103,59, und mit 602 zu 442 hat er deutlich mehr 180er geworfen. In einem Satz über höchstens fünf Legs zählt jedes Break, und hier ist Dobey im Vorteil: Er gewinnt 70,62 Prozent seiner Legs mit eigenem Anwurf und 47,57 Prozent gegen den Anwurf, Wattimena 67,93 und 43,08 Prozent. Dass er dieses Niveau aktuell abrufen kann, zeigte Den Bosch mit vier Averages zwischen 103,66 und 112,73, und seine einzige Partie über Sätze gegen Wattimena gewann er beim Masters klar mit 3:0.
Gegen den Tipp spricht der direkte Vergleich mit acht Siegen für Wattimena, darunter das 6:3 im April. Alle acht fielen aber über Best of 11 Legs bei der Players Championship oder auf der European Tour, keiner über Sätze auf der großen Bühne. Das zweite Gegenargument ist das Double: Seit August checkt Wattimena mit 39,23 Prozent sicherer aus als Dobey mit 37,40, und beim World Grand Prix beginnt jedes Leg dort. Über zwölf Monate liegen beide mit 39,22 und 39,04 Prozent jedoch gleichauf, und auch Wattimena ließ gegen Spieler aus der Weltspitze zuletzt viele Chancen liegen, mit vier von 18 gegen Humphries und drei von 17 gegen van Veen. Dazu kommt, dass Dobey historisch beim World Grand Prix besser abgeschnitten hat und zuletzt wieder eine bessere Leistung zeigen konnte. Deswegen ist der Tipp für diese Partie eine Siegwette auf Chris Dobey.
Spielprognose und Fazit
Dobey geht als leichter Favorit in diese Partie, einen klaren Favoriten gibt es aber nicht. Sein Vorsprung im Scoring ist über das ganze Jahr sichtbar, Wattimena hat ihn trotzdem achtmal geschlagen, meist mit einem eigenen Average über 100.
Entscheiden dürfte die Partie am Double. Trifft Dobey zum Start und zum Auschecken so sicher wie in Den Bosch, spricht sein Scoring klar für ihn. Wiederholen sich dagegen Abende wie in Amsterdam oder beim World Matchplay, hat Wattimena die Mittel, die Partie eng zu gestalten. Beide haben zudem beim World Grand Prix zuletzt deutlich unter ihrem üblichen Average gespielt, deshalb ist eine enge Partie über drei Sätze wahrscheinlicher als ein glattes Ergebnis.