Gerwyn Price - Ross Smith Tipps und Prognose am 30.09.2026

Gerwyn Price - Ross Smith - Tipps

Zehn Tage nach dem Finale der World Series of Darts Finals stehen sich Gerwyn Price und Ross Smith wieder gegenüber. In Amsterdam gewann Smith mit 11:5, am Mittwochabend geht es in Leicester um das Viertelfinale des World Grand Prix. Beide spielten am Montag die höchsten Averages des ersten Abends: Price schlug Sebastian Bialecki mit 101,61 glatt in zwei Sätzen. Smith lag gegen Cameron Menzies einen Satz zurück, überstand zwei Darts, mit denen Menzies die Partie hätte gewinnen können, und siegte mit 99,54. Jetzt wird über drei Gewinnsätze gespielt, und jedes Leg beginnt mit einem Double.

Best of 5 Sets mit Double In: der Spielmodus der zweiten Runde

In der zweiten Runde gewinnt, wer zuerst drei Sätze holt. Ein Satz geht über höchstens fünf Legs, drei davon gewinnen ihn. Ein 3:0 ist nach neun bis 15 Legs vorbei, ein 3:2 kann bis zu 25 Legs dauern. Punkte zählen erst, wenn ein Spieler ein Double oder das Bull getroffen hat, und beendet wird das Leg wie gewohnt auf einem Double. Wer am Double unsicher ist, verliert also an beiden Enden eines Legs Zeit. Der Sieger trifft im Viertelfinale, ebenfalls über Best of 5 Sets, auf den Gewinner der Partie zwischen Jonny Clayton und Wessel Nijman.

Auch für Wetten auf 180er verändert der Spielmodus die Ausgangslage. Beide Spieler werfen in Leicester deutlich seltener ein Maximum als bei anderen Turnieren. Price kommt beim World Grand Prix auf 1,34 180er je 100 Darts, über alle Turniere der letzten zwölf Monate auf 2,18. Bei Smith stehen 1,78 gegen 2,26. Ein Teil des Unterschieds ergibt sich aus den Regeln: Solange ein Spieler zu Beginn eines Legs das Double verfehlt, wirft er Darts, mit denen kein 180er möglich ist. Wie viele 180er fallen, hängt deshalb stark davon ab, wie viele Sätze gespielt werden.

Gerwyn Price mit einem starken Grand-Prix-Auftakt

Price ist 41 Jahre alt, kommt aus Wales und steht auf Platz vier der Order of Merit. Er wurde 2021 Weltmeister, hat dreimal den Grand Slam gewonnen und 2020 auch den World Grand Prix. In den letzten zwölf Monaten spielte er einen Average von 98,48, in der Rangliste der besten Averages ist das Platz drei hinter Luke Littler und Luke Humphries. Die ersten neun Darts eines Legs wirft er im Schnitt mit 107,27, und seine Checkout-Quote liegt bei 42,57 Prozent. Von 141 Partien in diesem Zeitraum gewann er 94.

Was ihm fehlt, sind Titel. In zwölf Monaten gewann er eine Players Championship im Februar und den European Darts Grand Prix im April, dort im Finale mit 8:6 gegen Smith. Fünf Finals verlor er, darunter das Finale des World Matchplay mit 9:18 gegen Littler und zuletzt das Finale in Amsterdam gegen Smith. Dort spielte er 97,28, traf aber nur fünf von 19 Darts auf ein Double. In den Runden davor hatte er James Wade mit 103,86 und Jonny Clayton mit 104,07 geschlagen. Seit August kommt Price allerdings auf eine Checkout-Quote von 43,32 Prozent und liegt damit über seinem Wert der letzten zwölf Monate.

Datum

Turnier

Gegner

Ergebnis

Average

Checkout-Quote

28.09.2026

World Grand Prix, 1. Runde

Sebastian Bialecki

2:0 Sätze

101,61

75,00 %

20.09.2026

World Series of Darts Finals, Finale

Ross Smith

5:11

97,28

26,32 %

20.09.2026

World Series of Darts Finals, Halbfinale

Jonny Clayton

11:7

104,07

47,83 %

20.09.2026

World Series of Darts Finals, Viertelfinale

James Wade

10:7

103,86

34,48 %

19.09.2026

World Series of Darts Finals, Achtelfinale

Jim Long

10:5

97,91

50,00 %

Beim World Grand Prix gewann Price 24 von 33 Partien. Nach dem Titel 2020 stand er 2021 und 2023 erneut im Finale, 2022 im Halbfinale. Sechs seiner acht Partien in der zweiten Runde gewann er, zuletzt 2025 mit 3:0 gegen Josh Rock. Seine Averages lagen in Leicester allerdings meist unter 93. Über 100 kam er beim World Grand Prix vor Montag nur 2021 gegen Michael Smith, und genau das gelang ihm jetzt gegen Bialecki wieder. Das macht ihn zu einem der Favoriten auf den Titel.

Ross Smith und seine bislang beste Saison

Smith ist 37, wird „Smudger“ genannt und steht auf Platz 13 der Order of Merit. Zählt man nur die letzten zwölf Monate, ist er Neunter, und in der Rangliste der European Tour führt er. Sechs Turniere hat er in diesem Zeitraum gewonnen, vier davon seit Ende Mai: die International Darts Open, eine Players Championship im Juni, die Hungarian Darts Trophy mit 8:2 gegen Gary Anderson und zuletzt die World Series of Darts Finals. Nach der European Championship 2022 war das sein zweiter großer Titel. Seit August gewann er 17 von 21 Partien.

Seine Zahlen über zwölf Monate liegen unter denen von Price: Average 95,90 gegen 98,48, erste neun Darts 104,81 gegen 107,27, Checkout-Quote 41,52 gegen 42,57 Prozent. Trotzdem gewinnt er mit 57,18 Prozent seiner Legs etwa so viele wie Price mit 56,91 Prozent, und gegen den Anwurf des Gegners holt er 44,36 Prozent, Price 44,27. Bei den 180ern liegt Smith sogar vorn: 501 warf er in diesem Zeitraum, Price kam auf 484.

Im Finale gegen Price spielte Smith 103,89 und warf elf 180er, nach dem 5:5 gewann er sechs Legs in Folge. Gegen Menzies traf er am Montag sechs seiner acht Darts auf ein Double, 180er gelangen ihm in dieser Partie nur zwei. Zwischen Amsterdam und Leicester bestritt er kein Turnier.

Datum

Turnier

Gegner

Ergebnis

Average

Checkout-Quote

28.09.2026

World Grand Prix, 1. Runde

Cameron Menzies

2:1 Sätze

99,54

75,00 %

20.09.2026

World Series of Darts Finals, Finale

Gerwyn Price

11:5

103,89

45,83 %

20.09.2026

World Series of Darts Finals, Halbfinale

Gian van Veen

11:8

90,77

40,74 %

20.09.2026

World Series of Darts Finals, Viertelfinale

Josh Rock

10:7

97,54

43,48 %

19.09.2026

World Series of Darts Finals, Achtelfinale

Daryl Gurney

10:5

100,30

62,50 %

Beim World Grand Prix blieb Smith bisher hinter seinen übrigen Ergebnissen zurück. Er spielt das Turnier zum sechsten Mal und hat von zehn Partien vier gewonnen. Die zweite Runde erreichte er viermal und verlor sie jedes Mal: 2021 mit 2:3 gegen Dave Chisnall, 2022 mit 2:3 gegen Martin Lukeman, 2023 mit 1:3 gegen Joe Cullen und 2024 mit 1:3 gegen Clayton. Im Vorjahr schied er schon in der ersten Runde mit 0:2 gegen Daryl Gurney aus und kam dabei nur auf 78,36. Einen Average über 99 spielte er in Leicester vor Montag nur einmal, 2024 gegen Gian van Veen.

Price gegen Smith: die direkten Duelle

Elfmal trafen die beiden bei Turnieren der PDC aufeinander, sechsmal gewann Smith. Über Sätze haben sie noch nie gegeneinander gespielt, beim World Grand Prix auch nicht. In diesem Jahr gab es bereits fünf Duelle, und der Verlauf hat sich gedreht: Price gewann das Finale des European Darts Grand Prix im April, das Viertelfinale des World Matchplay im Juli mit einem Average von 102,78 und Anfang September das Viertelfinale der Czech Darts Open. Danach gewann Smith zweimal, erst 6:5 bei der Flanders Darts Trophy und eine Woche später das Finale in Amsterdam.

Datum

Turnier

Sieger

Ergebnis

180er Price – Smith

20.09.2026

World Series of Darts Finals, Finale

Smith

11:5

5 – 11

13.09.2026

Flanders Darts Trophy, Achtelfinale

Smith

6:5

4 – 3

06.09.2026

Czech Darts Open, Viertelfinale

Price

6:4

3 – 2

24.07.2026

World Matchplay, Viertelfinale

Price

16:12

10 – 10

19.04.2026

European Darts Grand Prix, Finale

Price

8:6

3 – 5

Außer dem Finale in Amsterdam waren alle Duelle dieses Jahres eng. Die drei Partien über kurze Distanz endeten 8:6, 6:4 und 6:5, und beim World Matchplay lag Price über 28 Legs nur vier vorn. Auch die 180er schwankten stark: Smith warf gegen Price zwischen zwei und elf, die hohen Werte fielen beim World Matchplay und in Amsterdam, also in langen Partien mit normalem Start.

Gerwyn Price - Ross Smith Tipps

Gerwyn Price – Ross Smith

World Grand PrixLeicester
Sieg Gerwyn Price
Quote: 1,63
Ross Smith unter 4,5 180er
Quote: 1,70
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Tipp 1: Sieg Gerwyn Price. Für ihn spricht zuerst das Scoring: Über zwölf Monate liegt er im Average gut zweieinhalb Punkte vor Smith, bei den ersten neun Darts eines Legs sind es fast zweieinhalb, und auch seine Checkout-Quote ist höher. Noch klarer ist der Unterschied bei diesem Turnier. Price gewann beim World Grand Prix 24 von 33 Partien und sechs von acht in der zweiten Runde, Smith hat dort in vier Anläufen noch keine Partie der zweiten Runde gewonnen. Mit 101,61 gegen Bialecki hat Price zudem gezeigt, dass er sein Niveau auch mit Double In gerade abruft.

Gegen den Tipp spricht die Form von Smith: Er gewann die letzten beiden Duelle, das Finale vor zehn Tagen deutlich, dazu 17 seiner 21 Partien seit August. Bei den gewonnenen Legs mit und gegen den Anwurf liegen beide praktisch gleichauf, und Price verlor in Amsterdam vor allem am Double. Beide Siege von Smith fielen aber über Legs mit normalem Start. Unter den Regeln von Leicester hat Price über Jahre die deutlich besseren Ergebnisse. Deshalb ist der erste Tipp eine Siegwette auf Gerwyn Price.

Tipp 2: Ross Smith unter 4,5 180er. Die 180er-Wette gewinnt, wenn Smith in der Partie höchstens vier 180er wirft, die 180er von Price zählen nicht mit. Für den Tipp spricht, wie selten Smith beim World Grand Prix ein Maximum gelingt: Mit 1,78 180ern je 100 Darts liegt er dort rund ein Fünftel unter seinen 2,26 bei allen Turnieren. Acht seiner zehn Partien in Leicester endeten mit höchstens vier 180ern, am Montag waren es zwei in 160 Darts. Die elf 180er aus dem Finale gegen Price fielen über Best of 21 Legs mit normalem Start und lassen sich auf eine Partie mit Double In nicht übertragen.

Die zweite Runde geht allerdings über bis zu fünf Sätze, und bei zwei seiner vier Auftritte in dieser Runde des World Grand Prix lag Smith klar über der Grenze: 2023 warf er neun 180er, 2022 sogar zehn. 2024 waren es vier, 2021 nur einer. Die zehn fielen beim 2:3 gegen Lukeman über 380 Darts, die neun beim 1:3 gegen Cullen. Geht die Partie über fünf Sätze und wirft Smith so häufig 180er wie bei anderen Turnieren, kommt er rechnerisch auf fünf oder mehr. Der Tipp passt deshalb zum ersten: Gewinnt Price mit 3:0 oder 3:1, bleiben Smith weniger Legs, um die Grenze zu überschreiten. Auch wenn Smith deutlich gewinnen sollte, bleiben ihm nicht viele Legs, um fünf oder mehr 180er zu werfen.

Spielprognose und Fazit

Price geht als leichter Favorit in die Partie. Über das ganze Jahr hat er das bessere Scoring, und beim World Grand Prix sprechen seine Ergebnisse klar für ihn, während Smith dort bisher regelmäßig früh ausschied. Ein klarer Favorit ist Price trotzdem nicht: Smith hat ihn zweimal in Folge geschlagen und gewinnt ungefähr genauso viele Legs wie er.

Am meisten dürfte die Treffsicherheit am Double ausmachen, beim Start in die Legs wie beim Auschecken. Trifft Smith so sicher wie am Montag mit sechs von acht Darts, kann er auch in Leicester weit kommen. Findet Price zu seiner Checkout-Quote aus den Wochen seit August und der ersten Runde des World Grand Prix 2026 zurück, spricht hier mehr für ihn.

Geschrieben von

Mark Jennes

Redaktion

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