Humphries – Wattimena Tipps und Prognose am 17.09.2026

Luke Humphries steht als Nummer vier der World-Series-Rangliste in Amsterdam, Jermaine Wattimena steht dort, weil Gary Anderson seine Einladung abgelehnt hat. Am Donnerstagabend treffen die beiden in der 1. Runde aufeinander, über Best of 11 Legs und damit über die kürzeste Distanz des gesamten Turniers. Zwischen ihnen liegen fünfzehn Plätze in der Order of Merit und knapp sechs Punkte im Average der letzten zwölf Monate. Fünf ihrer vierzehn Duelle hat Wattimena trotzdem gewonnen, zwei davon in den vergangenen zwei Jahren auf großer Bühne.
Luke Humphries in einer starken Form
Humphries ist die Nummer zwei der PDC Order of Merit, Weltmeister von 2024 und Sieger von 27 PDC-Turnieren, darunter acht der großen Fernsehturniere. In den letzten zwölf Monaten kommt er auf einen Average von 99,79 und liegt damit hinter Littler auf Rang zwei der besten 32 Spieler.
Die aussagekräftigere Zahl ist seine Konstanz. In 147 Partien warf er 73-mal einen Average von 100 oder mehr, 28-mal sogar 105 oder mehr. Unter 90 blieb er in diesem Zeitraum viermal. Bei den Fernsehturnieren liegt sein Schnitt mit 100,79 über seinem Gesamtwert, seine Bilanz dort beträgt 41:23. Ein schwacher Abend ist bei ihm die Ausnahme, und über elf Legs wiegt das schwer.
Auffällig ist sein Verhalten am Anwurf. Mit eigenem Anwurf wirft Humphries 98,33 und gewinnt 71,11 Prozent dieser Legs. Gegen den Anwurf steigert er sich auf 101,44 und holt damit 43,03 Prozent der Legs. Er wirft also stärker, wenn er hinterherläuft, und braucht dafür trotzdem mehr Gelegenheiten, weil sein Gegner das Leg eröffnet. Beim Checkout steht er bei 41,24 Prozent.
Die andere Seite gehört genauso dazu, und sie ist deutlich. Humphries hat in den letzten zwölf Monaten sieben Endspiele verloren: den World Grand Prix, die European Championship, den Grand Slam, die Masters, die Premier League, das Finale der Nordic Darts Masters und zuletzt am 6. September das Finale der European Tour 12 mit 6:8 gegen Littler. Beim Weltmeisterschaftsturnier schied er am Neujahrstag im Viertelfinale mit 1:5 gegen Gian van Veen aus. Vier dieser Niederlagen gingen auf Littler, zwei auf van Gerwen und van Veen. Zwei Endspiele hat er in dieser Zeit gewonnen: das US Darts Masters mit 8:7 im Finale gegen Littler und das Players Championship 28 Ende August. Sein Average der letzten zehn Partien liegt bei 96,58 und damit gut drei Punkte unter seinem Wert aus zwölf Monaten.
Bei diesem Turnier steht seine Bilanz bei sieben Siegen und drei Niederlagen aus den Jahren 2023 bis 2025. Alle drei Niederlagen kassierte er gegen van Gerwen, zweimal im Viertelfinale und einmal im Halbfinale. Seine drei Auftaktspiele in Amsterdam gewann er mit 6:3 gegen Krzysztof Ratajski, 6:3 gegen Haupai Puha und 6:5 gegen James Wade.
Jermaine Wattimena: fünf Titel auf der Pro Tour und große Schwankungen
Wattimena ist 38 Jahre alt, steht auf Rang 17 der Order of Merit und hat fünf Titel gewonnen, alle auf der Pro Tour. Ein Fernsehturnier hat er nie gewonnen, sein bestes Ergebnis ist das Finale der European Championship 2024. Im November 2025 stand er im Halbfinale der Players Championship Finals, nachdem er im Viertelfinale James Wade 10:8 geschlagen hatte.
Sein Average der letzten zwölf Monate beträgt 93,99, Rang 24 unter den besten 32. Dahinter steht eine große Streuung: In 175 Partien kam er 32-mal über 100, blieb aber 47-mal unter 90. In ungefähr jeder sechsten Partie spielt er also auf einem Niveau, das gegen sehr viele Gegner genügt, und in mehr als jeder vierten auf einem, mit dem gegen einen Spieler wie Humphries wenig zu holen ist. Sein Checkout liegt bei 38,96 Prozent, mit eigenem Anwurf holt er 67,93 Prozent der Legs.
Bei den Fernsehturnieren schneidet er besser ab als über alle Wettbewerbe hinweg. Sein Schnitt dort beträgt 95,29 bei einer Bilanz von 7:6, allerdings aus nur 13 Partien. Der jüngste dieser Auftritte gehört zu diesem Turnier und fiel schlecht aus: 2025 verlor er die 1. Runde 5:6 gegen Kevin Doets bei einem Average von 86,83. Insgesamt steht er bei den World Series of Darts Finals bei einem Sieg und drei Niederlagen, sein bestes Ergebnis ist das Achtelfinale von 2019.
Seine Form spricht dagegen für ihn. Am 25. August gewann er das Players Championship 27, im Viertelfinale mit 6:5 gegen Littler und im Finale mit 8:6 gegen Kevin Doets. Dazu kommen drei verlorene Endspiele in diesem Jahr, zweimal auf der Pro Tour und einmal auf der European Tour. Sein Average der letzten zehn Partien liegt bei 96,03 und damit über zwei Punkte über seinem Wert aus zwölf Monaten. Er kommt also in besserer Verfassung nach Amsterdam, als der Blick auf das ganze Jahr vermuten lässt.
Luke Humphries vs. Jermaine Wattimena H2H
Seit März 2018 haben die beiden vierzehnmal gegeneinander gespielt, neun Partien gingen an Humphries. Sein Average in diesen Duellen beträgt 96,96.
Für die Erstrundenpartie ist eine Teilmenge davon interessanter: Zehn der vierzehn Begegnungen wurden über Best of 11 ausgetragen, und dort führt Humphries mit 6:4. Alle sechs Siege fielen mit mindestens zwei Legs Vorsprung, nämlich 6:1, 6:4, 6:0, 6:3, 6:3 und 6:4. Ein Sieg im Entscheidungsleg steht in diesem Vergleich nicht. Sechs dieser zehn Partien liegen allerdings vor 2023, und Humphries war 2018 bis 2022 ein anderer Spieler als heute.
Das jüngste Kapitel gehört ihm: 6:1 im Achtelfinale der European Tour 3 im März und 8:4 im Finale des Players Championship 17 im Mai. Wattimenas beide Siege aus dem Zeitraum davor sind trotzdem die interessanteren. Beide fielen auf der großen Bühne, bei den Dutch Darts Masters im Januar 2025 mit 6:3 und im Viertelfinale der European Championship im Oktober 2024 mit 10:4. Aus letzterem heraus spielte er sich bis ins Finale.
Datum | Turnier | Runde | Sieger | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
18.05.2026 | Players Championship 17 | Finale | Humphries | 8:4 |
22.03.2026 | European Tour 3 | Achtelfinale | Humphries | 6:1 |
24.01.2025 | Dutch Darts Masters | Achtelfinale | Wattimena | 6:3 |
27.10.2024 | European Championship | Viertelfinale | Wattimena | 10:4 |
01.08.2024 | Players Championship 16 | Runde der letzten 128 | Humphries | 6:4 |
26.01.2024 | Dutch Darts Masters | Achtelfinale | Humphries | 6:0 |
Luke Humphries - Jermaine Wattimena Tipps
Luke Humphries – Jermaine Wattimena
- Sieg Luke Humphries -1,5 Legs
- Quote: 1,65
- Über 4,5 180er
- Quote: 1,40
Tipp 1: Sieg Luke Humphries mit Handicap -1,5 Legs
Die Handicap Wette gewinnt bei 6:4, 6:3, 6:2, Humphries muss diese Partie mit mindestens zwei Legs Vorsprung gewinnen. 6:4, 6:3, 6:2, 6:1 und 6:0 bringen den Tipp durch, ein 6:5 nicht mehr.
Der Ausgangspunkt ist die Konstanz. Humphries blieb in zwölf Monaten viermal von 147 Partien unter einem Average von 90, Wattimena 47-mal von 175. Über elf Legs bleibt keine Zeit, einen schwachen Start zu reparieren, und das Risiko eines solchen Abends trägt hier fast ausschließlich der Niederländer. Dazu passt, was die beiden über genau diese Distanz schon miteinander erlebt haben: Sechsmal hat Humphries ihn über Best of 11 geschlagen, jedes Mal mit mindestens zwei Legs Vorsprung, 2026 mit 6:1 und im längeren Format mit 8:4. Ein knapper Sieg gegen Wattimena steht in seiner Bilanz nicht. In Amsterdam hat er außerdem zwei seiner drei Auftaktspiele mit zwei Legs oder mehr gewonnen.
Dagegen steht eine Zahl, die man nicht wegdiskutieren kann: Über alle Gegner der letzten zwölf Monate gewann Humphries nur 52 seiner 102 Partien über Best of 11 mit zwei oder mehr Legs Vorsprung. Das sind 51 Prozent, dazu vierzehn Siege im Entscheidungsleg und vierzehn Niederlagen ebendort. Wattimena wiederum verliert über diese Distanz selten hoch, mit zwei Legs Rückstand oder mehr nur in 25 Prozent seiner Partien. Er kommt als Sieger des Players Championship 27 nach Amsterdam, mit 96,03 im Average über die letzten zehn Partien, und er hat Humphries in den vergangenen zwei Jahren zweimal geschlagen. Trotzdem traue ich Humphries hier einen dominanten Start zu, da er zuletzt viel stärkere und konstantere Leistungen gezeigt hat.
Tipp 2: Über 4,5 180er in der Partie
Gezählt werden die Maximums beider Spieler zusammen, es müssen also fünf 180er fallen. Humphries kommt über Best of 11 auf 3,26 pro Partie, Wattimena auf 2,36, zusammen also auf 5,62 und damit gut ein Maximum über der Vorgabe. Verrechnet man ihre Einzelwerte aus diesen Partien miteinander, fallen in 65,2 Prozent der Fälle fünf oder mehr 180er, bei sechs oder mehr sind es 47,7 Prozent. Das bleibt eine Näherung: Beide teilen sich in einer Partie dieselben Legs, und wer viele davon gewinnt, nimmt dem anderen Wurfgelegenheiten.
Inhaltlich passt das Bild zu beiden Spielern. Im Scoring sind sie stark, am Doppel deutlich weniger zuverlässig, Humphries mit 41,24 Prozent im Checkout, Wattimena mit 38,96 Prozent. Legs, die sich hinziehen, weil ein Finish nicht fällt, bringen zusätzliche Gelegenheiten für ein Maximum.
Die Warnung kommt aus dem direkten Vergleich. In ihren zehn Begegnungen über Best of 11 fielen im Schnitt nur 4,9 Maximums, und die Vorgabe wurde genau fünfmal übertroffen. Sieben dieser Partien stammen allerdings aus der Zeit vor 2024, als beide im Scoring schwächer waren als heute.
Spielprognose: 6:3 oder 6:4 für Humphries
Die wahrscheinlichste Version dieser Partie ist ein Sieg von Humphries mit einem oder zwei Breaks Unterschied, also 6:3 oder 6:4, mit einem Average für Humphries in der Nähe seiner 99,79 aus zwölf Monaten und für Wattimena in der Nähe seiner 93,99. Beide gewinnen rund sieben von zehn Legs mit eigenem Anwurf, das allein trennt sie kaum. Der Unterschied entsteht in den Legs gegen den Anwurf, wo Humphries 101,44 wirft und Wattimena 96,28, und am Doppel, wo Humphries mit 41,24 gegen 38,96 Prozent im Checkout vorn liegt.
Die offene Frage ist, welcher Wattimena in Amsterdam auf die Bühne geht. Sein Spektrum reicht in derselben Saison vom Titel beim Players Championship 27 mit einem 6:5 gegen Littler bis zu 47 Partien unter 90 im Average. Trifft er seinen guten Abend, kann diese Partie deutlich enger werden, und Humphries hat 2025 auch schon ein Auftaktspiel in Amsterdam erst im Entscheidungsleg gewonnen. Trifft er seinen durchschnittlichen, wird es eine klare Sache.