Stephen Bunting - Josh Rock Tipps und Quoten

Stephen Bunting - Josh Rock - Tipps

Die World Series of Darts Finals beginnen am 17. September in der AFAS Live in Amsterdam, und gleich die erste Runde bringt eine Partie, die es in diesem Jahr schon dreimal gab. Stephen Bunting ist als Nummer 8 gesetzt, Josh Rock steht in der Weltrangliste einen Platz vor ihm. Gespielt wird über Best of 11 Legs. Die Zahlen der letzten zwölf Monate sprechen für Bunting, die bisherigen Duelle für Rock – und beide kommen mit vier Siegen aus ihren jeweils letzten zehn Matches nach Amsterdam.

Was die erste Runde in Amsterdam für beide Spieler bedeutet

Best of 11 heißt: Sechs Legs genügen zum Sieg. In den späteren Runden wird über längere Distanzen gespielt, in der ersten Runde bleibt es bei diesen elf Legs. Wer hier einen schlechten Start erwischt, hat selten Zeit, ihn zu reparieren. Genau das ist beiden Spielern in diesem Jahr schon passiert: Zwei ihrer drei direkten Duelle endeten 6:1.

Der Sieger trifft am Samstag auf den Gewinner der Partie zwischen Rob Cross und Ryan Searle. Für den Verlierer bleiben 5.000 Pfund aus einem Gesamtpreisgeld von 450.000 Pfund. Das Turnier zählt nicht für die PDC Order of Merit, es geht also weder für Bunting noch für Rock um ihre Position in der Weltrangliste, sondern um Bühnenzeit, Punkte in der World-Series-Wertung und die 100.000 Pfund für den Turniersieger.

Beide haben am vergangenen Wochenende gespielt. Bei der Flanders Darts Trophy gewann Bunting am 12. September gegen Brendan Dolan mit 6:5 und verlor tags darauf mit 4:6 gegen Nathan Aspinall, nachdem er zu Beginn noch mit 4:1 in Führung lag. Rock schied in seinem ersten Spiel mit 3:6 gegen Ryan Joyce aus.

Stephen Bunting: starkes Scoring, wackelige Doubles

Bunting ist 41, wurde 2014 BDO-Weltmeister und gewann 2024 den PDC World Masters. Über die letzten zwölf Monate steht er bei einem Average von 96,60, was Rang neun aller erfassten Profis bedeutet. Bei den 180ern liegt er mit 577 Maximums auf Rang sieben, bei den Checkouts mit 39,2 Prozent auf Rang 33. Von den Legs, die er in diesem Zeitraum gespielt hat, gewann er trotzdem nur 55,2 Prozent.

Seine stärkste Phase des Jahres hatte er in der Premier League. Über die komplette Saison kam er auf einen Average von 99,00 und damit den drittbesten Wert aller acht Teilnehmer, hinter Luke Humphries mit 101,33 und Luke Littler mit 100,17. Zwei Spieltage gewann er, in der Tabelle sammelte er 18 Punkte. In den Wochen 13, 14 und 16 war er jeweils der Spieler mit den meisten 180ern in einem einzelnen Match, zuletzt mit sieben Maximums.

Das Muster seiner Niederlagen ist dabei erstaunlich gleichförmig. Beim New Zealand Darts Masters verlor er im August mit 2:6 gegen Raymond Smith bei einem Average von 99,30 – der Gegner warf 99,81, und Bunting kam auf eine Checkout-Quote von 25,0 Prozent. Beim Australian Darts Masters schlug er Mal Cuming mit 6:3 bei einem Average von nur 89,01 und 26,1 Prozent auf die Doubles. Gegen James Wade verlor er dort 5:6, gegen Gary Anderson bei der Hungarian Darts Trophy 5:6, gegen Luke Woodhouse bei der Czech Darts Open 4:6 – jedes Mal mit ordentlichem Scoring im Rücken und trotzdem reichte es nicht für den Sieg.

Josh Rock: viel Druck beim Scoring, wenig Ertrag in den letzten Wochen

Rock ist 25 und der explosivere Spieler von beiden. Neun Neundarter hat er in seiner Karriere geworfen, zwei davon im Fernsehen, den jüngsten am 26. Februar 2026 in der Premier League gegen Gian van Veen. Sein höchster Average bei einem Major liegt bei 112,27. Über zwölf Monate kommt er auf 96,00 im Average, 544 Maximums und 38,0 Prozent bei den Checkouts.

Deutlicher wird der Abstand in der Premier League 2026. Dort war Rock mit einem Average von 93,95 der schwächste aller acht Spieler, mehr als fünf Punkte hinter Bunting. Einen Spieltag gewann er nicht, in der Tabelle standen am Ende acht Punkte.

Seit Mitte August ist seine Form noch schwächer geworden. Gegen Simon Whitlock warf er 92,62, gegen James Wade 86,43, gegen Adam Leek 86,75, gegen Gerwyn Price 90,24, gegen Chris Dobey 90,14, gegen William O'Connor 93,57 und gegen Ryan Joyce zuletzt 92,91. Kein einziger dieser Werte erreicht seinen eigenen Jahresschnitt. Bei den 180ern blieb er in dieser Phase trotzdem gefährlich: sechs gegen O'Connor, fünf gegen Whitlock, drei gegen Dobey.

Sein bestes Match des Jahres lieferte er ausgerechnet gegen Littler beim World Matchplay ab, als er bei einer 7:16-Niederlage auf 101,24 kam. Ein Major hat er noch nicht gewonnen, sein einziger großer Titel ist der World Cup 2025 mit Nordirland.

Die bisherigen Duelle zwischen Bunting und Rock

Datum

Wettbewerb

Runde

Ergebnis

22.07.2026

World Matchplay

Achtelfinale

Rock gewinnt 11:6

16.04.2026

Premier League, Night 11

Viertelfinale

Rock gewinnt 6:1

12.03.2026

Premier League, Night 6

Viertelfinale

Bunting gewinnt 6:1

Drei Begegnungen sind eine schmale Grundlage, und die beiden Premier-League-Duelle über Best of 11 fielen jeweils einseitig aus – erst in die eine, dann in die andere Richtung. Aussagekräftiger ist das Achtelfinale beim World Matchplay im Juli. Über die deutlich längere Distanz setzte sich Rock mit 11:6 durch, bei einem Average von 91,18. Bunting kam in diesem Match auf 82,90 und damit auf seinen schwächsten Wert der gesamten Saison. Die Bilanz für 2026 lautet damit 2:1 für Rock.

Stephen Bunting vs. Josh Rock Tipps

Stephen Bunting – Josh Rock

World Series of Darts FinalsAmsterdam
Stephen Bunting über 2,5 180er
Quote: 1,81
Sieg Stephen Bunting
Quote: 1,78
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Tipp 1: Über 2,5 180er Stephen Bunting. Die tragende Zahl dafür kommt aus der Premier League 2026, weil dort über dieselbe Distanz gespielt wurde wie am Donnerstag in Amsterdam: In 24 Matches über Best of 11 warf Bunting 73 Maximums, das sind 3,04 pro Match. Rock kam in 20 Matches auf 59 und damit auf 2,95. Über zwölf Monate liegt Bunting mit 577 Maximums sogar vor Rock mit 544, und das Bild aus seinen letzten Partien passt dazu: vier 180er gegen Gary Anderson, sechs gegen Luke Woodhouse, fünf gegen Brandon Dolan und drei gegen Nathan Aspinall. In allen dieser vier Matches hätte der Tipp getroffen.

Der Abstand zur Vorgabe ist allerdings dünn: 3,04 im Schnitt bedeutet, dass Bunting die Marke in etwa der Hälfte seiner Matches knapp überspringt und in der anderen knapp verfehlt. Gegen Raymond Smith blieb er im August bei null Maximums. Die Länge ist deshalb der größte Unsicherheitsfaktor bei dieser 180er Wette. Allerdings hat Bunting in den letzten Wochen gezeigt, dass er viele 180er werfen und kann und vor allem auch seine Spiele eng gestalten. Deutliche Siege hatte er zuletzt selten, was zusätzlich für diese Wette spricht.

Tipp 2: Sieg Stephen Bunting. In jeder Kennzahl der letzten zwölf Monate liegt Bunting vor Rock: 96,60 zu 96,00 im Average, 39,2 zu 38,0 Prozent bei den Checkouts, 55,2 zu 52,7 Prozent bei den gewonnenen Legs. Die Abstände sind klein, aber sie zeigen alle in dieselbe Richtung. Über die Premier-League-Saison wird der Unterschied größer, weil beide dort im selben Feld und im selben Format antraten: 99,00 zu 93,95 im Average. Dazu kommt Rocks aktuelle Kurve. Seine sieben zuletzt erfassten Averages liegen alle unter seinem Jahresschnitt, der schwächste bei 86,43. Bunting hat in derselben Zeit zweimal über 99 geworfen, gegen Woodhouse sogar 103,23.

Gegen den Tipp spricht der direkte Vergleich, und der wiegt schwer: Rock hat zwei der drei Duelle in diesem Jahr gewonnen, darunter das jüngste und das längste. Er steht außerdem in der Order of Merit vor Bunting. Hinzu kommt Buntings eigene Anfälligkeit auf kurzer Distanz – seine Niederlagen gegen Wade und Anderson kamen jeweils mit einem einzigen Leg Unterschied zustande. Trotzdem sehe ich hier gute Chancen für Bunting, der sich in den letzten Wochen etwas stabiler gezeigt hat, während die Form von Rock nach unten gegangen ist.

Das Fazit

Rock wird seine Maximums werfen und Bunting damit unter Druck setzen. Siege hat ihm das seit Mitte August trotzdem kaum gebracht, weil er die Legs nicht zumachen konnte. Fällt sein Scoring wieder auf das Niveau der Niederlagen gegen Wade, Leek und Price, reicht es auch gegen einen Bunting in Durchschnittsform nicht.

Buntings Vorsprung bei Average und Checkouts ist knapp, und über elf Legs übersetzt er sich in ein bis zwei Legs, nicht in Überlegenheit. Als Ergebnis liegt ein 6:4 für Bunting am nächsten, mit einem 6:5 als realistischer Alternative. Eine einseitige Partie wie die beiden 6:1 aus der Premier League wäre nach der aktuellen Form beider Spieler die Ausnahme.

Geschrieben von

Mark Jennes

Redaktion

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