Aspinall - Doets Tipps und Prognose am 28.09.2026

Nathan Aspinall - Kevin Doets - Tipps

Am Montagabend treffen in Leicester Nathan Aspinall und Kevin Doets in der ersten Runde des World Grand Prix aufeinander, und wer hier Favorit ist, lässt sich schwerer sagen, als Setzliste und Titel nahelegen. Aspinall ist an Position 16 gesetzt, hat mit der UK Open und dem World Matchplay zwei Majors gewonnen und stand 2022 im Finale dieses Turniers. Doets spielt zum ersten Mal beim World Grand Prix, führt im direkten Vergleich aber mit 7:2 und hat Aspinall auch bei der WM im Dezember geschlagen. Gespielt wird mit Double In über zwei Gewinnsätze.

Nathan Aspinall in einer aufsteigenden Form

Aspinall ist 35 Jahre alt, wird „The Asp" genannt und steht in der Order of Merit auf Platz 15. Seine Majors sind die UK Open 2019 und das World Matchplay 2023, in diesem Jahr gewann er auf der European Tour den German Darts Grand Prix. Über die vergangenen zwölf Monate kommt er auf einen Average von 96,06, 439 180er und eine Checkout-Quote von 38,20 Prozent.

In den letzten Wochen hat er noch zugelegt. Seit Anfang August spielt er im Schnitt 97,81 und checkt 41,02 Prozent seiner Möglichkeiten aus. Bei der Players Championship in Den Bosch lag er am 22. September dreimal über 102, und verlor erst im Achtelfinale 5:6 gegen Gian van Veen, obwohl er selbst 104,18 spielte. Solche knappen Niederlagen häufen sich: Vier seiner fünf Niederlagen seit Ende August gingen mit einem Leg Abstand aus, darunter das 9:10 gegen Luke Littler bei den World Series of Darts Finals und das 6:7 gegen Gary Anderson im Halbfinale der Hungarian Darts Trophy. Deutlich verlor er nur das 2:6 gegen Andrew Gilding in Prag. In Antwerpen schlug er Niko Springer 6:1 mit 105,99 und traf dabei sechs von sieben Darts auf ein Doppelfeld.

Beim World Grand Prix spielt Aspinall seit 2019 jedes Jahr mit. 2022 erreichte er das Finale und verlor dort 3:5 gegen Michael van Gerwen. Die erste Runde ist für ihn trotzdem eine Hürde: Von seinen sieben Auftaktspielen gewann er drei, im Vorjahr schied er mit 0:2 gegen Luke Humphries aus und kam dabei nur auf 80,83. Seit 2020 lag sein Average bei diesem Turnier in jeder Partie zwischen 80,68 und 92,92, also deutlich unter dem, was er sonst spielt.

Kevin Doets: stark über das Jahr, zuletzt unsicher

Doets ist 28, kommt aus den Niederlanden und wird „Hawkeye" genannt. Er steht auf Platz 27 der Order of Merit und hat sich als Zweiter der Rangliste der Pro Tour für Leicester qualifiziert. Im Mai gewann er die Players Championship in Hildesheim mit 8:5 gegen Luke Woodhouse, sechs Tage später verlor er das Finale eines Turniers der European Tour 6:8 gegen Josh Rock. Über zwölf Monate liegt sein Average mit 95,68 nur knapp unter dem von Aspinall, und in einigen Werten liegt Doets sogar vorn: Er gewinnt 58,08 Prozent seiner Legs und kommt auf eine Checkout-Quote von 39,86 Prozent. Vor allem den eigenen Anwurf bringt er zuverlässig durch, 71,21 Prozent dieser Legs holt er, Aspinall 64,87.

Seit August hat Doets 19 von 26 Partien gewonnen. In Den Bosch kam er am 22. September bis ins Halbfinale und spielte in der Runde der letzten 32 gegen Henry Coates 113,90. Gegen Spieler aus der Weltspitze blieb er zuletzt allerdings ohne Sieg: 5:6 gegen van Veen in Antwerpen trotz 106,24, 3:6 gegen Ross Smith bei den World Series of Darts Finals und 1:6 gegen Danny Noppert in Prag.

Seine Probleme liegen derzeit bei der Doppelquote. Seit August checkt er nur 35,15 Prozent aus, deutlich weniger als seine 39,86 über das ganze Jahr. Bei der Hungarian Darts Trophy brauchte er gegen Jonas Masalin 35 Darts auf ein Doppelfeld für vier Legs und verlor 4:6, bei der Players Championship in Leicester im August waren es gegen Rob Cross 32 Darts für sechs Legs. Im Halbfinale von Den Bosch traf er fünf von 17 und verlor 5:7 gegen Cameron Menzies. Beim World Grand Prix fällt das stärker ins Gewicht als anderswo, weil jedes Leg mit einem Double beginnt, und für Doets ist es die erste Teilnahme an diesem Turnier.

Auf der großen Bühne hat er trotzdem gezeigt, dass er mit den Besten mithalten kann. Bei der WM 2026 erreichte er das Achtelfinale, nachdem er Aspinall in der dritten Runde geschlagen hatte, und beim World Matchplay im Juli spielte er bei der 6:10-Niederlage gegen Ross Smith 104,19.

Die direkten Duelle: Doets führt 7:2

Neunmal haben Aspinall und Doets gegeneinander gespielt, allerdings noch nie beim Darts World Grand Prix.

Datum

Turnier

Ergebnis

Average Aspinall

Average Doets

30.05.2026

European Tour, Runde der letzten 32

6:3 Doets

89,28

88,65

06.04.2026

German Darts Grand Prix, Halbfinale

7:2 Aspinall

106,40

93,15

29.12.2025

WM 2026, 3. Runde

4:3 Sätze Doets

94,97

97,48

26.04.2025

European Tour, Runde der letzten 32

6:2 Doets

90,98

85,51

24.01.2025

World Series of Darts, Achtelfinale

6:1 Doets

91,15

94,79

31.10.2024

Players Championship 30

6:3 Doets

99,64

99,48

19.10.2023

Players Championship 26

6:4 Doets

88,68

86,28

Die Bilanz ist eindeutig, die einzelnen Partien waren es oft nicht. In fünf der sieben Niederlagen gegen Doets spielte Aspinall den höheren Average. Das beste Duell der beiden war die WM-Partie im Dezember, in der zusammen 23 180er fielen, Aspinall 170 auscheckte und Doets 164, bevor Doets nach Sätzen 4:3 gewann. Im April lief es umgekehrt: Aspinall gewann das Halbfinale des German Darts Grand Prix 7:2 mit 106,40 und holte danach mit 8:5 gegen Danny Noppert den Titel. Ende Mai ging das bislang letzte Duell wieder an Doets, 6:3 in einer Partie, in der beide unter 90 blieben.

Tipps zu Aspinall gegen Doets

Nathan Aspinall – Kevin Doets

Darts World Grand PrixLeicester
Sieg Nathan Aspinall
Quote: 1,77
Höchstes Checkout über 116,5 Punkte
Quote: 1,85
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Tipp 1: Sieg Nathan Aspinall. Die Wette gewinnt bei einem 2:0 oder 2:1 für Aspinall. Für ihn spricht vor allem die Form der letzten Wochen. Seit August spielt er im Schnitt 97,81, Doets 94,45, und am Double liegt Aspinall mit 41,02 Prozent klar vor Doets mit 35,15. Beim World Grand Prix entscheidet das Double gleich zweimal über ein Leg, beim Start und beim Checkout, und genau dort hatte Doets zuletzt seine Schwierigkeiten.

In Den Bosch spielte Aspinall dreimal über 102, gegen Littler, van Veen, Damon Heta und Anderson verlor er jeweils nur mit einem Leg Abstand. Dazu kommt die Erfahrung mit dem Modus: Aspinall spielt das Turnier zum achten Mal und stand 2022 im Finale, Doets gibt sein Debüt. Dass Aspinall Doets in dieser Verfassung schlagen kann, zeigte das 7:2 im April. Gegen den Tipp spricht der direkte Vergleich, den Doets mit 7:2 anführt, einschließlich der Partie bei der WM im Dezember und des letzten Duells im Mai. Trotzdem traue ich Aspinall gegen Doets den Sieg zu, da er in den letzten Wochen sowohl am auf den Doppelfeldern als auch beim Scoring deutlich konstanter war.

Tipp 2: Höchstes Finish über 116,5 Punkte. Die Checkout Wette gewinnt, wenn einer der beiden mindestens einmal 117 Punkte oder mehr auscheckt. Beide bringen dafür einiges mit. Aspinall hat in den vergangenen zwölf Monaten in sechs Partien die 170 ausgecheckt, eine davon beim World Grand Prix 2025, als er gegen Humphries überhaupt nur zwei Legs gewann. Zuletzt kamen 170 und 167 beim World Matchplay und 156 gegen Chris Dobey dazu.

Doets checkte im selben Zeitraum in sieben Partien die 170, in den letzten Wochen folgten 161 beim World Matchplay, 140 und 120 in Antwerpen sowie 138 und 120 in Den Bosch. Jeder der beiden schafft in gut jeder vierten Partie selbst ein Finish von 117 oder mehr, Aspinall in 33 von 117 Partien, Doets in 53 von 189, und für die Wette genügt einer von beiden. In ihren neun Duellen lag das höchste Finish viermal über der Vorgabe, mit 134, 170, 138 und 120.

Gegen die Wette spricht die kurze Distanz: Bei einem 2:0 kann nach sechs Legs Schluss sein, und jedes Leg weniger ist eine Gelegenheit weniger. Allerdings ist es bei diesen Spielern nicht unwahrscheinlich, dass die Entscheidung erst im letzten Satz fällt. Beide können ein sehr hohes Niveau spielen. Das sorgt nicht nur dafür, dass die Partie in die Länge gezogen wird, sondern auch dafür, dass sie einander in Positionen bringen, in denen sie auf das hohe Checkout gehen müssen.

Spielprognose und Fazit

Aspinall geht als gesetzter Spieler und mit der besseren Form der letzten Wochen in die Partie, ein klarer Favorit ist er trotzdem nicht. Über zwölf Monate trennt die beiden im Average weniger als ein halber Punkt, und Doets hat ihn in sieben von neun Duellen geschlagen.

Den Ausschlag dürfte das Double geben. Trifft Doets zum Start und zum Auschecken wieder so sicher wie über das Jahr, kann er Aspinall über zwei Gewinnsätze erneut schlagen. Spielt Aspinall so wie in Den Bosch oder bei den World Series Finals und hält er seine Checkout-Quote der letzten Wochen, spricht mehr für ihn. Zu erwarten ist eine enge Partie, in der Aspinall knapp vorn liegt.

Geschrieben von

Mark Jennes

Redaktion

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